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Goldpreis Performance-Kalender

· Updateintervall: 1 Minute ·
Der Performance-Kalender visualisiert die täglichen Preisbewegungen des Goldpreises als farbcodierte Heatmap über das gesamte Jahr. Jedes Kästchen steht für einen Handelstag — grün bei steigenden Kursen, rot bei fallenden. Je intensiver die Farbe, desto stärker die Tagesbewegung. Wählen Sie das Jahr und die Währung, um verschiedene Zeiträume zu vergleichen. Die Monatsübersicht darunter zeigt zusätzlich die kumulierte Performance pro Monat und die Anzahl positiver versus negativer Handelstage. Im Ratgeber erfahren Sie, wie Sie die Heatmap richtig lesen, welche typischen Muster im Edelmetallmarkt auftreten — etwa die „Januar-Rallye" oder Sommerflauten — und was Volatilität konkret für Ihre Anlagestrategie bedeutet.
Performance-Kalender
Performance-Kalender

Der Kalender zeigt die tägliche Preisveränderung des Goldpreises als Heatmap. Jedes Kästchen steht für einen Handelstag (Montag bis Freitag).

Grüne Kästchen = Preisanstieg, rote Kästchen = Preisrückgang. Je intensiver die Farbe, desto stärker die Bewegung.

Bedienung: Fahren Sie mit der Maus über ein Kästchen, um den genauen Preis und die Veränderung an diesem Tag zu sehen. Wählen Sie ein Jahr, um die historische Heatmap anzuzeigen.

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Was zeigt der Performance-Kalender?

Der Performance-Kalender visualisiert die tägliche Preisveränderung eines Edelmetalls über ein gesamtes Kalenderjahr hinweg. Jedes einzelne Kästchen in der Heatmap steht für genau einen Handelstag (Montag bis Freitag). Wochenenden und Feiertage, an denen kein Handel stattfindet, werden ausgeblendet.

Die Farbe jedes Kästchens kodiert sowohl die Richtung als auch die Stärke der Tagesveränderung gegenüber dem Vortag:

  • Grün bedeutet Preisanstieg — je dunkler das Grün, desto stärker fiel der Tagesgewinn aus. Dunkelgrüne Kästchen markieren Tage mit einem Plus von über 2 %.
  • Rot bedeutet Preisrückgang — je dunkler das Rot, desto stärker der Verlust. Dunkelrote Kästchen zeigen Tagesverluste von mehr als 2 % an.
  • Grau (neutral) steht für minimale Bewegungen zwischen −0,1 % und +0,1 %. An diesen Tagen hat sich der Preis praktisch nicht verändert.

Tipp: Fahren Sie mit der Maus über ein beliebiges Kästchen, um den exakten Schlusskurs und die prozentuale Veränderung dieses Handelstages anzuzeigen. So erkennen Sie auf einen Blick, ob es sich um eine moderate oder extreme Preisbewegung handelte.

Heatmap richtig lesen

Eine Heatmap ist mehr als eine bunte Übersicht — sie offenbart Muster, die in reinen Zahlenreihen unsichtbar bleiben. Der Schlüssel liegt darin, nicht einzelne Kästchen isoliert zu betrachten, sondern Zusammenhänge und Cluster zu erkennen.

Trends und Phasen erkennen

Zusammenhängende Blöcke gleicher Farbe verraten die vorherrschende Marktphase. Eine ununterbrochene Reihe grüner Kästchen über mehrere Wochen zeigt einen Aufwärtstrend an — der Preis stieg Tag für Tag oder zumindest an den meisten Handelstagen. Umgekehrt signalisiert ein roter Block eine Korrekturphase. Besonders aufschlussreich sind die Übergänge: Wo wechselt Grün abrupt zu Rot? Das markiert häufig ein lokales Hoch.

Seitwärtsmärkte identifizieren

Wenn sich grüne, rote und graue Kästchen bunt abwechseln, ohne dass sich eine Richtung durchsetzt, befindet sich der Markt in einer Seitwärtsphase (Konsolidierung). In solchen Zeiträumen bewegt sich der Preis in einer engen Bandbreite. Für langfristige Anleger sind diese Phasen neutral, für Trader bieten sie wenig Momentum.

Schock-Tage und extreme Bewegungen

Einzelne, intensiv gefärbte Kästchen inmitten einer ansonsten ruhigen Phase deuten auf externe Schock-Events hin. Beispiele aus der jüngeren Geschichte: der Lehman-Kollaps im September 2008, die COVID-Panik im März 2020 oder geopolitische Eskalationen. Solche Tage lassen sich in der Heatmap sofort identifizieren und mit historischen Ereignissen abgleichen.

Jahre vergleichen

Nutzen Sie die Jahresauswahl, um verschiedene Kalender nebeneinander zu analysieren. Vergleichen Sie beispielsweise 2020 (Corona-Jahr) mit 2019 (ruhiges Umfeld): Die Dichte und Intensität der grünen und roten Kästchen unterscheidet sich fundamental. Solche Vergleiche schärfen das Verständnis dafür, wie stark Krisen und Marktphasen die tägliche Preisentwicklung beeinflussen.

Typische Muster im Edelmetallmarkt

Obwohl Edelmetallpreise von makroökonomischen Faktoren, Geldpolitik und geopolitischen Ereignissen getrieben werden, zeigen sich bei langfristiger Betrachtung wiederkehrende saisonale Muster. Der Performance-Kalender macht diese Tendenzen sichtbar:

Januar-Effekt — positiver Jahresauftakt

Der Januar gehört historisch zu den stärksten Monaten für Gold. Fund-Manager rebalancieren ihre Portfolios zum Jahresbeginn und erhöhen häufig die Edelmetall-Allokation. Gleichzeitig sorgt die Nachfrage aus China vor dem Neujahrsfest (meist Ende Januar oder Februar) für physische Käufe. Im Performance-Kalender äußert sich das in einer Häufung grüner Kästchen in den ersten Wochen des Jahres.

Sommerflaute — Juli und August

Die Sommermonate gelten traditionell als schwächere Phase für Edelmetalle. Das Handelsvolumen sinkt, institutionelle Marktteilnehmer reduzieren ihre Aktivität und die physische Nachfrage aus der Schmuckindustrie ist gering. In der Heatmap dominieren in dieser Phase oft graue und leicht rote Kästchen — ein Zeichen für Seitwärtsbewegung oder moderate Rücksetzer.

Herbst-Rallye — September bis November

Ab September zieht die Goldnachfrage regelmäßig an. Drei Faktoren spielen zusammen: Die indische Hochzeitssaison (Diwali im Oktober/November) treibt die physische Nachfrage auf das Jahresmaximal. Parallel beginnen Juweliere und Zentralbanken ihre Einkäufe für das Jahresende. Zudem bereiten sich chinesische Händler auf das kommende Neujahrsfest vor und decken sich frühzeitig ein. Im Kalender zeigt sich die Herbst-Rallye durch dichte grüne Cluster.

Dezember-Konsolidierung

Im Dezember beruhigt sich der Markt häufig. Viele institutionelle Anleger schließen ihre Bücher für das Geschäftsjahr, das Handelsvolumen nimmt ab der zweiten Monatshälfte spürbar ab. In der Heatmap dominieren graue und gemischte Kästchen. Zwischen Weihnachten und Silvester findet nur minimaler Handel statt, weshalb die letzten Handelstage oft von geringer Volatilität geprägt sind.

Wichtig: Saisonale Muster sind statistische Tendenzen, keine Garantien. In Krisenjahren (2008, 2020) können makroökonomische Schocks jedes saisonale Muster überlagern. Nutzen Sie die Saisonalität als ergänzenden Baustein, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.

Volatilität verstehen

Die Volatilität beschreibt das Ausmaß der Preisschwankungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Im Performance-Kalender wird sie direkt sichtbar: Ein Jahr mit vielen intensiv gefärbten Kästchen (dunkelgrün und dunkelrot im Wechsel) war deutlich volatiler als eines, in dem hellgrüne, hellrote und graue Felder dominieren.

Was tägliche Schwankungen von 1–2 % bedeuten

Eine tägliche Veränderung von ±1 bis 2 % mag auf den ersten Blick gering erscheinen, doch über ein Jahr betrachtet summieren sich diese Bewegungen erheblich. Bei einem Goldpreis von 2.800 EUR pro Unze entspricht ein Prozent bereits 28 EUR. Tage mit mehr als 2 % Veränderung treten im langfristigen Durchschnitt nur an etwa 10–15 Handelstagen pro Jahr auf und markieren in der Heatmap die intensiv gefärbten Kästchen.

Edelmetalle vs. Aktien — tägliche Schwankungsbreite

Entgegen der verbreiteten Wahrnehmung schwanken Edelmetalle auf Tagesbasis weniger stark als viele Einzelaktien. Die durchschnittliche Tagesvolatilität von Gold liegt bei rund 0,8–1,0 %, während der DAX-40 auf etwa 1,1–1,3 % kommt und Technologie-Einzelaktien regelmäßig 2–4 % pro Tag schwanken. Die relative Stabilität macht Gold besonders interessant als Portfolio-Stabilisator in turbulenten Marktphasen.

  • Gold: ca. 0,8–1,0 % durchschnittliche Tagesvolatilität (annualisiert ~15–18 %)
  • Silber: ca. 1,3–1,8 % — deutlich volatiler als Gold, reagiert stärker auf Industrienachfrage
  • Platin & Palladium: ca. 1,2–2,0 % — stark von der Automobilindustrie abhängig (Katalysatoren)
  • DAX-40: ca. 1,1–1,3 % — als Index durch Diversifikation gedämpft

VIX und Gold-Korrelation in Krisenzeiten

Der VIX (CBOE Volatility Index), oft als „Angstbarometer" bezeichnet, misst die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500. In normalen Marktphasen korrelieren Gold und VIX kaum miteinander. Doch in Krisenzeiten — wenn der VIX über 30 steigt — zeigt sich eine deutliche positive Korrelation: Anleger fliehen in den sicheren Hafen Gold, was den Preis nach oben treibt. Im Performance-Kalender manifestiert sich das in plötzlichen intensiv-grünen Phasen genau dann, wenn die Aktienmärkte einbrechen.

Historisch auffällige Beispiele: Im März 2020 stieg der VIX auf über 80 — Gold verzeichnete in der Folge einen Anstieg von über 25 % innerhalb weniger Monate. Während der Finanzkrise 2008/2009 stieg Gold um rund 24 %, während der MSCI World über 40 % verlor.

Häufige Fragen zum Performance-Kalender

Was bedeuten die Farben im Performance-Kalender?
Jedes Kästchen zeigt die prozentuale Preisveränderung gegenüber dem Vortag. Grüntöne stehen für Preisanstiege, Rottöne für Rückgänge. Je intensiver die Farbe, desto stärker die Bewegung. Graue Kästchen markieren Tage mit minimaler Veränderung (unter ±0,1 %). Die exakte Legende finden Sie unterhalb der Heatmap.
Warum fehlen Samstage und Sonntage im Kalender?
Edelmetalle werden an regulären Börsen ausschließlich an Handelstagen (Montag bis Freitag) gehandelt. Am Wochenende findet kein offizieller Preisfixing statt, weshalb keine Tagesveränderung berechnet werden kann. Der Kalender bildet daher nur die fünf Werktage pro Woche ab.
Wie wird die tägliche Preisveränderung berechnet?
Die Veränderung wird als prozentuale Differenz zwischen dem Schlusskurs des aktuellen Handelstages und dem Schlusskurs des vorherigen Handelstages berechnet: (Preis heute − Preis gestern) ÷ Preis gestern × 100. Als Referenz dient der LBMA PM Fix, der international anerkannte tägliche Referenzpreis für Edelmetalle.
Kann ich aus der Heatmap Kauf- oder Verkaufssignale ableiten?
Der Performance-Kalender ist ein Analyse-Werkzeug, kein Handelssignal-Generator. Er zeigt historische Muster und Volatilitätsphasen, die beim Verständnis der Marktdynamik helfen. Allerdings lässt sich aus vergangener Performance keine zuverlässige Prognose für die Zukunft ableiten. Nutzen Sie den Kalender als einen Baustein Ihrer Analyse neben fundamentalen und technischen Indikatoren.
Welche Jahre sind im Performance-Kalender verfügbar?
Der Kalender enthält Daten ab dem Jahr, seit dem wir historische LBMA-Preisdaten führen. Sie können über die Jahresauswahl oberhalb der Heatmap zwischen allen verfügbaren Jahren wechseln. Das aktuelle Jahr wird laufend aktualisiert und zeigt alle bisherigen Handelstage bis einschließlich heute.
Warum sind manche Tage grau, obwohl Handel stattfand?
Graue Kästchen erscheinen, wenn die Tagesveränderung im Bereich von −0,1 % bis +0,1 % lag. Das bedeutet, dass der Preis sich an diesem Tag praktisch nicht bewegt hat. Dies kommt besonders häufig in handelsarmen Phasen (z. B. zwischen Weihnachten und Neujahr) oder bei extrem niedrigem Handelsvolumen vor.

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