Goldrechner - Aktuellen Goldwert berechnen
Goldwert
124,30 €
1,00 g x 1 x 124,3022 €/g = 124,30 €
Krügerrand, Maple Leaf & Co. — Gewicht gegen Soll-Daten prüfen inkl. Schmelzwert.
Materialwert für beliebige Legierungen — 333er, 585er, 750er und mehr.
Ratgeber: Goldrechner
Goldwert berechnen — So funktioniert’s
Der Goldwert eines Schmuckstücks, einer Münze oder eines Barrens lässt sich mit einer einfachen Formel bestimmen. Unser Goldrechner verwendet exakt diese Berechnung und aktualisiert den Spotpreis automatisch:
Berechnungsformel
Goldwert = Gewicht (g) × Feinheit × Goldpreis pro Gramm
Beispiel: 10 g × 0,750 (18 Karat) × 92,50 EUR/g = 693,75 EUR
Was ist die Feinheit?
Die Feinheit (auch Feingehalt) gibt an, wie viel reines Gold in einer Legierung enthalten ist. Sie wird in Tausendstel angegeben: 999er Gold besteht aus 99,9 % reinem Gold, 750er Gold aus 75 % Gold und 25 % anderen Metallen wie Kupfer oder Silber. Im Karat-System entspricht 24 Karat dem Feingold, 18 Karat dem 750er Gold und 14 Karat dem 585er Gold.
Für die Wertberechnung multiplizierst du die Feinheit als Dezimalzahl mit dem aktuellen Feingoldpreis pro Gramm. Je niedriger die Feinheit, desto geringer der reine Goldanteil und damit der Materialwert. Bei Schmuck mit 333er Feinheit (8 Karat) besteht weniger als ein Drittel des Gesamtgewichts aus Gold.
Warum zählt der Grammpreis?
Der internationale Goldpreis wird in US-Dollar pro Feinunze notiert. Für die tägliche Berechnung in Deutschland ist jedoch der Grammpreis in Euro entscheidend. Dieser ergibt sich aus dem Unzenpreis, dem EUR/USD-Wechselkurs und der Umrechnung von Feinunzen in Gramm. Unser Goldrechner führt diese Konvertierung automatisch durch und zeigt dir den aktuellen Grammpreis für jede Legierung an.
Der Grammpreis ist deshalb so praktisch, weil Goldschmuck, Zahngold und kleine Barren in Gramm gewogen werden. Du brauchst also nur das Gewicht und die Feinheit zu kennen, um den aktuellen Materialwert sofort zu ermitteln.
Gold-Legierungen im Detail
Reines Gold ist zu weich für die meisten Anwendungen. Deshalb wird es mit anderen Metallen legiert, um Härte, Kratzfestigkeit und Farbvarianten zu erzielen. Die Feinheit bestimmt den Goldanteil und damit den Materialwert. Hier eine Übersicht aller gängigen Legierungen:
Feingold — 24 Karat
99,9 % reines Gold. Verwendung: Anlagebarren (1 g bis 12,5 kg), Anlagemünzen wie Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, Känguru und China Panda. Feingold ist sehr weich und kratzempfindlich, wird daher kaum für Schmuck verwendet. Der Materialwert entspricht nahezu dem Spotpreis.
Krügerrand-Legierung — 23,7 Karat
98,6 % Gold, Rest Kupfer. Der südafrikanische Krügerrand enthält exakt 1 Feinunze (31,1035 g) Gold, wiegt aber durch die Kupferbeimischung insgesamt 33,93 g. Das Kupfer verleiht der Münze ihre charakteristische rötlich-orange Färbung und erhöht die Kratzfestigkeit. Eine der meistverkauften Goldmünzen weltweit seit 1967.
Crown Gold — 22 Karat
91,67 % Gold. Traditionelle Legierung britischer Sovereigns und American Eagles. Die Beimischung aus Kupfer und Silber sorgt für eine gute Abriebfestigkeit, weshalb diese Legierung seit Jahrhunderten für Umlaufmünzen verwendet wird. Auch indischer Hochzeitsschmuck wird häufig in 22 Karat gefertigt.
Münzgold — 21,6 Karat
90 % Gold, typisch 10 % Kupfer. Historische Goldmünzen wie der Schweizer Vreneli, die französischen Napoléons (20 Francs) und die alte deutsche Goldmark (10/20 Mark Kaiserreich) wurden in dieser Legierung geprägt. Auch der mexikanische Centenario und die österreichischen Dukaten verwenden 900er Gold.
18-Karat-Gold
75 % Gold, 25 % Kupfer/Silber/Palladium. Die beliebteste Legierung für hochwertigen Schmuck weltweit. Bietet den besten Kompromiss aus Goldgehalt, Haltbarkeit und Farbvielfalt. Durch Variation der Beimetalle entstehen Gelbgold, Roségold und Weißgold. In Italien und Frankreich ist 750er der Standard für feinen Schmuck.
14-Karat-Gold
58,5 % Gold. In Deutschland, Skandinavien und den USA die meistverwendete Schmucklegierung. Härter als 750er und damit alltagstauglicher für Eheringe, Ketten und Armbänder. Das Preis-Leistungs-Verhältnis macht 585er Gold zur populärsten Wahl für tragbaren Schmuck. In den USA als „14K" gestempelt.
9-Karat-Gold
37,5 % Gold. In Großbritannien weit verbreitet, in Deutschland weniger üblich. Der niedrigere Goldgehalt macht diese Legierung günstig und sehr robust, sie kann allerdings bei empfindlicher Haut zu Verfärbungen führen. In der EU ist 375er der niedrigste Feingehalt, der noch als „Gold" verkauft werden darf.
8-Karat-Gold
33,3 % Gold. Nur in Deutschland traditionell als Goldlegierung anerkannt, seit 2019 durch EU-Verordnung nicht mehr als „Gold" deklarierbar (Mindeststandard: 375). Trotzdem wird Altschmuck in 333er häufig zum Einschmelzen angekauft. Der Materialwert liegt deutlich unter dem Neupreis, weshalb ein Verkauf oft nur bei hohem Goldpreis sinnvoll ist.
Tipp: Achte beim Goldankauf auf die Punzierung (Stempel) im Schmuckstück. Seriöse Stücke tragen immer einen Feingehaltsstempel wie „750", „585" oder „14K". Bei fehlender Punze solltest du den Feingehalt vor dem Verkauf durch einen Edelmetallprüfer bestimmen lassen.
Goldpreis pro Gramm vs. Feinunze
Der Goldpreis wird international in US-Dollar pro Feinunze (troy ounce) notiert. Das ist die Einheit, die an der Londoner Börse (LBMA), an der New Yorker COMEX und an der Shanghaier Goldbörse (SGE) verwendet wird. In Europa denken die meisten Menschen aber in Gramm und Euro. Für die korrekte Umrechnung muss man zwei Faktoren berücksichtigen:
Umrechnungsbeispiel
Angenommen, der aktuelle Goldpreis liegt bei 2.900 USD/oz und der EUR/USD-Wechselkurs bei 1,05. Dann ergibt sich:
- ◆ Schritt 1: USD in EUR — 2.900 USD ÷ 1,05 = 2.761,90 EUR/oz
- ◆ Schritt 2: Unze in Gramm — 2.761,90 EUR ÷ 31,1035 = 88,80 EUR/g
Warum Europäer in Gramm rechnen
Während der Goldhandel international in Feinunzen abgewickelt wird, hat sich in Europa der Grammpreis als Alltagsmaß durchgesetzt. Das hat praktische Gründe: Schmuck wird in Gramm gewogen, Barren gibt es in Gramm-Stückelungen (1 g, 5 g, 10 g, 20 g, 50 g, 100 g, 250 g, 500 g, 1 kg), und der EUR/USD-Wechselkurs spielt für europäische Anleger ohnehin eine zentrale Rolle.
Unser Goldrechner zeigt dir den Grammpreis für jede Legierung in Euro an, sodass du den Materialwert deines Goldes direkt ablesen kannst, ohne selbst umzurechnen.
Wann lohnt sich der Goldverkauf?
Der Spotpreis (Börsenpreis) ist nicht der Preis, den du beim Verkauf erhältst. Zwischen dem Spotpreis und dem tatsächlichen Ankaufspreis eines Händlers liegt immer eine Marge. Diese Differenz variiert je nach Produkt, Händler und Marktlage. Wer clever verkaufen will, sollte diese Mechanismen verstehen.
Typische Ankaufsmargen nach Produkttyp
| Produkttyp | Ankauf in % vom Spot | Abschlag |
|---|---|---|
| LBMA-Barren (100 g, 1 kg) | 98–99 % | 1–2 % |
| Anlagemünzen (1 oz) | 97–99 % | 1–3 % |
| Kleinbarren (1–10 g) | 93–97 % | 3–7 % |
| Schmuck (750er, 585er) | 85–95 % | 5–15 % |
| Zahngold / Altgold (333er) | 70–90 % | 10–30 % |
Tipps für den bestmöglichen Preis
- ◆ Mehrere Angebote einholen: Vergleiche mindestens 3 Ankäufer. Online-Ankäufer, lokale Scheideanstalten und Edelmetallhändler haben unterschiedliche Konditionen.
- ◆ Spotpreis kennen: Nutze unseren Goldrechner, um den aktuellen Materialwert vor dem Verkauf zu berechnen. So erkennst du sofort, ob ein Angebot fair ist.
- ◆ Größere Mengen verkaufen: Ab 100 g aufwärts verbessern sich die Konditionen deutlich. Sammle kleinere Stücke, statt einzeln zu verkaufen.
- ◆ Spekulationsfrist beachten: Physisches Gold ist nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei verkäuflich. Ein vorzeitiger Verkauf kann bis zu 45 % Einkommensteuer auf den Gewinn kosten.
- ◆ Originalverpackung bewahren: Barren in versiegelter Blisterverpackung (CertiCard) erzielen bessere Preise als lose Barren, da keine erneute Prüfung nötig ist.
Wichtig: Seriöse Ankäufer berechnen den Goldwert immer nach aktuellem Spotpreis und veröffentlichtem Feingehalt. Lass dir stets die Berechnung offenlegen und bestehe auf einer schriftlichen Abrechnung mit Angabe des zugrunde gelegten Goldpreises.