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Schmelzwert-Rechner - Material von Altgold berechnen

· Updateintervall: 1 Minute ·
Der Schmelzwert-Rechner ermittelt den reinen Materialwert Ihrer Edelmetalle — den Preis, den das enthaltene Feinmetall am Spotmarkt wert ist. Geben Sie Metall, Gewicht und Feinheit ein oder wählen Sie eine bekannte Münze aus der Liste für eine automatische Berechnung. Der Schmelzwert ist die wichtigste Kennzahl beim Verkauf an Scheideanstalten und Händler, denn er bildet die Untergrenze des Ankaufspreises. Numismatische Münzen können deutlich darüber liegen, während Bruchgold und Zahngold typischerweise zum Schmelzwert gehandelt werden. Im Ratgeber erfahren Sie den genauen Unterschied zwischen Schmelzwert und Ankaufspreis, wie Sie Punzierungen richtig lesen und was bei Zahngold und Altschmuck zu beachten ist.
Goldpreis: 3.908,96 € | Heute: +0,00% | 7T: -2,3% | 30T: -3,6%

Beispiel: 999er = 0,999, 585er = 0,585, 333er = 0,333

Materialwert

3.908,13 EUR

Reingewicht: 31,10g · Spotpreis: 3.908,96 EUR/oz

Bekannte Münzen

Klicke auf eine Münze um die Werte automatisch einzutragen

Was ist der Schmelzwert?

Der Schmelzwert (auch Metallwert oder intrinsischer Wert) bezeichnet den reinen Materialwert des in einem Gegenstand enthaltenen Edelmetalls. Er gibt an, wie viel das Objekt wert wäre, wenn man es einschmelzen und das enthaltene Feingold, Feinsilber, Platin oder Palladium zum aktuellen Spotpreis verkaufen würde.

Der Schmelzwert ist damit die absolute Untergrenze des Wertes eines Edelmetall-Objekts. Kein rationaler Verkäufer sollte unter diesem Preis verkaufen, denn allein das Material ist diesen Betrag wert.

Die Schmelzwert-Formel

Schmelzwert = Gewicht (g) × Feinheit × Spotpreis pro Gramm

Beispiel: 10 g × 0,585 × 88,50 EUR/g = 517,73 EUR

Schmelzwert vs. andere Wertbegriffe

  • Nennwert: Der aufgeprägte Wert einer Münze (z. B. 100 EUR bei einer Goldmünze). Bei Anlagemünzen liegt der Nennwert weit unter dem Schmelzwert und ist rein symbolisch.
  • Sammlerwert: Der numismatische Wert, der durch Seltenheit, Erhaltungszustand und Nachfrage bestimmt wird. Bei seltenen Münzen kann er ein Vielfaches des Schmelzwerts betragen.
  • Ankaufspreis: Der Betrag, den ein Händler oder eine Scheideanstalt tatsächlich zahlt. Dieser liegt typischerweise 2-10 % unter dem Schmelzwert, da Verarbeitungskosten und Marge abgezogen werden.
  • Spotpreis: Der aktuelle Marktpreis für eine Feinunze (31,1035 g) reines Edelmetall an den internationalen Handelsplätzen. Er ist die Berechnungsgrundlage für den Schmelzwert.

Schmelzwert vs. Ankaufspreis

Wer Altgold oder Edelmetall-Objekte verkauft, erhält vom Händler fast nie den vollen Schmelzwert. Der tatsächliche Ankaufspreis liegt je nach Produkt und Anbieter zwischen 85 % und 98 % des Schmelzwerts. Den Unterschied machen verschiedene Kosten und Margen aus, die entlang der Verwertungskette anfallen.

Typische Abzüge vom Schmelzwert

  • Scheidekosten (1-3 %): Das Edelmetall muss von Legierungsbestandteilen getrennt und in Feingold/Feinsilber umgewandelt werden. Scheideanstalten berechnen dafür eine Gebühr, die sich nach Legierung und Menge richtet.
  • Prüfkosten (0,5-2 %): Vor dem Ankauf muss die tatsächliche Feinheit bestimmt werden. XRF-Analyse, Strichprobe oder Schmelzprobe verursachen Kosten, die der Händler einpreist.
  • Händlermarge (2-5 %): Der Händler muss Miete, Personal und Versicherung decken und benötigt eine Gewinnspanne. Bei größeren Mengen sinkt die prozentuale Marge in der Regel.
  • Preisrisiko: Zwischen Ankauf und Weiterverkauf kann der Edelmetallpreis fallen. Händler kalkulieren dieses Risiko ein, besonders bei volatilen Märkten.

Wann ist ein Aufpreis über den Schmelzwert gerechtfertigt?

Nicht jedes Edelmetall-Objekt sollte zum Schmelzwert verkauft werden. Bei bestimmten Produkten liegt der tatsächliche Marktwert deutlich höher:

  • Seltene Sammlermünzen: Historische Münzen wie der 20-Mark-Goldmünze (Kaiserreich) oder seltene Jahrgänge können numismatisch ein Vielfaches des Schmelzwerts erreichen. Vor dem Einschmelzen unbedingt den Sammlerwert prüfen lassen.
  • Limitierte Editionen: Münzen mit kleiner Auflage (z. B. Proof-Versionen, Sonderprägungen) haben oft einen Sammleraufschlag, der weit über dem Materialwert liegt.
  • Designerschmuck und Antiquitäten: Goldschmuck bekannter Marken (Cartier, Tiffany) oder antike Stücke mit kulturellem Wert sollten niemals nach Schmelzwert verkauft werden.

Praxis-Tipp: Vergleiche immer mindestens drei Ankaufsangebote. Online-Goldankäufer zahlen oft 1-3 % mehr als lokale Juweliere, da sie geringere Fixkosten haben. Nutze unseren Ankaufspreis-Rechner, um realistische Auszahlungsbeträge zu ermitteln.

Feinheit bestimmen — Punzierung lesen

Die Feinheit (auch Feingehalt) gibt an, wie hoch der Anteil des reinen Edelmetalls in einer Legierung ist. Sie wird in Tausendstel angegeben: Eine Feinheit von 750 bedeutet, dass 750 von 1000 Gewichtsanteilen aus reinem Gold bestehen. Die Feinheit ist der entscheidende Faktor bei der Schmelzwert-Berechnung.

Gängige Punzierungen und ihre Bedeutung

333
8 Karat — 33,3 % Feingold
Günstiger Schmuck, in Deutschland verbreitet
375
9 Karat — 37,5 % Feingold
Schmuck aus UK/Irland, selten in DE
585
14 Karat — 58,5 % Feingold
Standard-Schmuckgold in Deutschland
750
18 Karat — 75,0 % Feingold
Hochwertiger Schmuck, international üblich
900
21,6 Karat — 90,0 % Feingold
Historische Münzen (z. B. Krügerrand)
916
22 Karat — 91,6 % Feingold
Sovereign, American Eagle
999
24 Karat — 99,9 % Feingold
Anlagebarren, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker
999,9
24 Karat — 99,99 % Feingold
Höchste Reinheit (Four Nines Fine)

Wo findet man die Punzierung?

Punzierungen sind kleine Stempel, die in das Edelmetall eingeschlagen oder per Laser eingraviert werden. Je nach Objekt finden sie sich an unterschiedlichen Stellen:

  • Ringe: Auf der Innenseite des Rings, oft zusammen mit dem Herstellerzeichen.
  • Ketten und Armbänder: Am Verschluss oder auf einer kleinen Plakette nahe der Schließe.
  • Barren: Auf der Vorderseite eingeprägt, zusammen mit Gewicht, Hersteller und Seriennummer.
  • Münzen: Die Feinheit steht auf dem Rand oder der Rückseite (z. B. „.999 FINE GOLD").

Was tun ohne Punzierung? Prüfmethoden

Fehlt die Punzierung oder ist sie unleserlich, gibt es verschiedene Methoden zur Bestimmung der Feinheit:

  • XRF-Analyse (Röntgenfluoreszenz): Die genaueste zerstörungsfreie Methode. Ein Röntgenstrahl regt die Atome im Material an, und anhand der emittierten Strahlung wird die exakte Zusammensetzung bestimmt. Viele Juweliere und Scheideanstalten bieten diesen Service an (ca. 10-30 EUR).
  • Strichprobe (Probierstein): Das Edelmetall wird über einen schwarzen Prüfstein gerieben. Der hinterlassene Strich wird mit Prüfsäuren behandelt. Je nach Reaktion lässt sich die Feinheit auf 1-2 Karat genau bestimmen. Gängig beim Juwelier, hinterlässt minimale Spuren.
  • Säuretest (Königswasser): Ein Tropfen Prüfsäure wird direkt auf das Material aufgetragen. Gold löst sich nur in Königswasser (Salzsäure + Salpetersäure). Die Reaktion gibt Aufschluss über die Feinheit, hinterlässt aber einen kleinen Fleck.
  • Dichtebestimmung: Gold hat eine charakteristische Dichte von 19,3 g/cm³. Durch Wiegen an Luft und im Wasser (archimedisches Prinzip) lässt sich feststellen, ob das Material echt ist. Allerdings können Wolfram-Fälschungen ähnliche Dichten aufweisen.

Schmelzwert von Zahngold und Bruchgold

Zahngold und Bruchgold sind zwei der häufigsten Quellen, bei denen der Schmelzwert die entscheidende Bewertungsgrundlage darstellt. Im Gegensatz zu Anlagemünzen oder Barren hat dieses Material keinen Sammlerwert — der reine Materialwert bestimmt, was es wert ist.

Zahngold: Legierungen und Feinheit

Zahngold ist keine einheitliche Legierung. Je nach Verwendungszweck und Zeitraum der Herstellung variiert die Feinheit erheblich:

  • Hochgoldhaltig (750-900er): Inlays und Onlays werden häufig aus 750er oder 900er Goldlegierungen gefertigt. Diese enthalten 75-90 % reines Gold und haben einen entsprechend hohen Schmelzwert.
  • Mittlere Feinheit (585-750er): Kronen und Brücken bestehen typischerweise aus 585er bis 750er Goldlegierungen. Der genaue Goldgehalt hängt vom Zahntechniker und den Anforderungen an Härte und Verträglichkeit ab.
  • Niedriggold-Legierungen (333-585er): Teilweise werden sparsamere Legierungen verwendet, die neben Gold auch Silber, Palladium, Platin und Kupfer enthalten. Diese Nebenmetalle haben ebenfalls einen Schmelzwert.
  • Keramikverblendungen: Viele Kronen sind teilweise mit Keramik überzogen. Dieses Material hat keinen Edelmetallwert und muss vor dem Einschmelzen entfernt werden, was die Kosten leicht erhöht.

Bruchgold sammeln und verwerten

Als Bruchgold bezeichnet man beschädigten, unmodischen oder einzelnen Goldschmuck, der nicht mehr getragen wird. Typische Beispiele sind defekte Ketten, einzelne Ohrringe, verbogene Ringe oder abgenutzte Armreife. Auch Golduhrengehäuse, vergoldete Brillengestelle und Manschettenknöpfe fallen darunter.

  • Sortieren nach Feinheit: Trenne dein Bruchgold nach Punzierungen (333, 585, 750). Gemischte Sendungen erschweren die Bewertung und führen zu niedrigeren Ankaufspreisen.
  • Mindestmenge beachten: Viele Scheideanstalten nehmen erst ab 20-50 Gramm an. Sammle kleinere Mengen, bis du die Mindestmenge erreichst, um bessere Konditionen zu erhalten.
  • Steine und Nicht-Edelmetall entfernen: Edelsteine, Glassteine, Verschlüsse aus Stahl und Lederteile sollten vorher entfernt werden, damit sie das Gewicht nicht verfälschen.

Scheideanstalt vs. Händler

Beim Verkauf von Zahngold und Bruchgold stehen zwei Wege offen:

  • Scheideanstalt (direkt): Zahlt in der Regel 95-98 % des Schmelzwerts. Die Analyse per XRF oder Schmelzprobe ist exakt, das Ergebnis transparent. Nachteil: oft Mindestmengen und längere Bearbeitungszeit (3-7 Werktage). Große Anstalten: C.Hafner, Agosi, Heraeus.
  • Goldhändler/Juwelier (lokal): Zahlt typischerweise 85-93 % des Schmelzwerts. Dafür sofortige Barauszahlung, keine Mindestmenge und persönliche Beratung. Ideal für kleinere Mengen oder wenn schnelle Liquidität benötigt wird.

Wichtig: Ab einem Ankaufswert von 2.000 EUR ist der Händler gesetzlich verpflichtet, deine Identität zu prüfen (Geldwäschegesetz). Bringe einen gültigen Personalausweis mit. Bei Versand an eine Scheideanstalt ist eine Kopie des Ausweises beizulegen.

Häufig gestellte Fragen zum Schmelzwert

Was genau ist der Schmelzwert von Gold?
Der Schmelzwert ist der reine Materialwert des in einem Gegenstand enthaltenen Edelmetalls. Er berechnet sich aus dem Gewicht des Objekts multipliziert mit der Feinheit (z. B. 0,585 für 585er Gold) und dem aktuellen Spotpreis pro Gramm. Der Schmelzwert stellt die absolute Wertuntergrenze dar — kein Gegenstand mit Edelmetallgehalt sollte unter diesem Preis verkauft werden.
Warum zahlt der Händler weniger als den Schmelzwert?
Händler und Scheideanstalten müssen Scheidekosten (Trennung der Legierung), Prüfkosten (Bestimmung der Feinheit) und ihre Gewinnmarge abziehen. Außerdem tragen sie ein Preisrisiko, da der Edelmetallpreis zwischen Ankauf und Weiterverkauf fallen kann. Je nach Anbieter liegt der Ankaufspreis bei 85–98 % des Schmelzwerts.
Wie erkenne ich die Feinheit meines Schmucks?
Suche nach der Punzierung — einem kleinen Stempel mit einer dreistelligen Zahl (z. B. 333, 585, 750). Bei Ringen befindet sie sich auf der Innenseite, bei Ketten am Verschluss, bei Barren auf der Vorderseite. Fehlt die Punzierung, kann ein Juwelier per XRF-Analyse oder Strichprobe die Feinheit bestimmen. Eine XRF-Analyse kostet ca. 10–30 EUR und ist zerstörungsfrei.
Welche Feinheit hat Zahngold?
Zahngold variiert stark in der Feinheit. Inlays bestehen oft aus 750er bis 900er Gold (75–90 % Feingold), Kronen und Brücken typischerweise aus 585er bis 750er Gold. Neben Gold enthalten Dental-Legierungen häufig Silber, Palladium, Platin und Kupfer, die ebenfalls einen Materialwert haben. Die genaue Zusammensetzung kann nur durch eine XRF-Analyse oder Schmelzprobe bestimmt werden.
Lohnt sich das Einschmelzen von Bruchgold?
Ja, besonders wenn der Goldpreis hoch steht und du keine Verwendung mehr für den Schmuck hast. Selbst kleine Mengen summieren sich: 10 Gramm 585er Gold haben bei einem Goldpreis von 88 EUR/g einen Schmelzwert von rund 515 EUR. Sammle Bruchgold bis zur Mindestmenge der Scheideanstalt (20–50 g), um die besten Konditionen zu erhalten. Vorher immer den Sammlerwert prüfen — seltene oder antike Stücke können deutlich mehr wert sein.
Wie unterscheidet sich der Schmelzwert bei verschiedenen Edelmetallen?
Die Berechnung ist bei allen Edelmetallen identisch: Gewicht × Feinheit × Spotpreis/g. Allerdings unterscheiden sich die typischen Feinheiten und Spotpreise erheblich. Gold wird meist als 333er bis 999er gehandelt, Silber als 800er bis 999er, Platin als 850er bis 999er. Da der Goldpreis pro Gramm etwa 80-mal höher ist als der Silberpreis, hat selbst ein kleines Goldstück einen wesentlich höheren Schmelzwert als ein großes Silberobjekt.

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