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Echtheitsprüfung

Sigma Metalytics

Auch: Sigma-Gerät, Sigma-Tester, Leitfähigkeitsprüfer

Sigma Metalytics bezeichnet eine Produktlinie tragbarer Prüfgeräte, die mittels elektromagnetischer Induktion den spezifischen Widerstand von Edelmetallen messen und so Fälschungen zuverlässig entlarven.

Sigma Metalytics ist eine US-amerikanische Marke, die Handprüfgeräte zur zerstörungsfreien Echtheitsprüfung von Edelmetallmünzen und -barren herstellt. Die Geräte arbeiten nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion: Eine Spule erzeugt ein hochfrequentes Wechselfeld, das in das zu prüfende Metall eindringt und dessen elektrische Leitfähigkeit sowie Permeabilität misst. Das Ergebnis wird mit hinterlegten Referenzwerten für Gold, Silber, Platin und Palladium verglichen.

Funktionsprinzip und Produktvarianten

Das Messprinzip beruht auf der Eindringtiefe des elektromagnetischen Felds (Skin-Effekt): Je nach eingestellter Frequenz reicht das Feld unterschiedlich tief in das Material. Dadurch lassen sich auch plattierte Objekte erkennen, bei denen eine Schicht Echtmetall einen minderwertigen Kern verbirgt – etwa die gefährliche Wolfram-Fälschung, bei der Wolframkerne mit Gold ummantelt werden.

Sigma Metalytics bietet zwei Hauptvarianten an:

Modell Zielgruppe Besonderheit
Precious Metal Verifier (PMV) Händler, Privatanleger Kompakt, mehrere Sonden für verschiedene Münzdicken
Professional Series Gewerbliche Prüfer Erweiterter Frequenzbereich, höhere Messgenauigkeit

Die Sonden sind auf gängige Münzdurchmesser und -dicken abgestimmt (z. B. 1-oz-Münzen wie Krügerrand oder Maple Leaf). Eine falsch gewählte Sonde kann zu Fehlmessungen führen.

Stärken und Grenzen

Vorteile gegenüber einfacheren Methoden:

  • Zerstörungsfrei, keine Chemikalien (anders als die Säureprüfung)
  • Sekundenschnelle Messung ohne Demontage einer Münzkapsel
  • Erkennt Wolfram-Kerne, die beim Magnettest und bei der Dichtebestimmung u. U. durchrutschen

Einschränkungen:

  • Münzen müssen unverpackt oder in dünnen Kapseln geprüft werden
  • Sehr dicke Edelmetallauflagen können verhindern, dass das EM-Feld tief genug in den Kern eindringt – ein Fälschungsansatz mit besonders starkem Goldmantel kann das Ergebnis verfälschen
  • Kein Ersatz für eine Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) bei vollständiger Materialanalyse
  • Gerät muss regelmäßig kalibriert werden

Für eine vollständige Prüfung empfiehlt sich die Kombination aus Sigma-Test, Gewichts- und Maßkontrolle (nutzen Sie unseren Münzgewicht-Prüfer und Münzgrößen-Prüfer) sowie bei Bedarf eine professionelle RFA.

Kurz gemerkt

Sigma Metalytics-Geräte sind das Mittel der Wahl, wenn es gilt, Wolfram-Kern-Fälschungen und Plattierungen schnell und ohne Chemikalien zu entlarven. Für die abschließende Echtheitssicherheit großer Positionen bleibt die Kombination mehrerer Prüfmethoden der Goldstandard.

Zurück zum Lexikon Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2026

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