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Die Metalle

Weißgold-Metalle

Auch: Weißmacher, Bleichmetalle (Gold)

Als Weißgold-Metalle bezeichnet man jene Edelmetalle, die Gold eine silbrig-weiße Farbe verleihen, wenn sie als Legierungspartner eingesetzt werden – vor allem Palladium, Platin und Nickel.

Weißgold-Metalle sind Legierungspartner, die dem Edelmetall Gold seine charakteristische silbrig-weiße Farbe verleihen. Da reines Gold (Feingold 999) von Natur aus sattgelb ist, werden gezielt Metalle zulegiert, die diesen Gelbton optisch neutralisieren oder vollständig überdecken. Je nach Wahl des Weißmachers entstehen Legierungen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften – sowohl technisch als auch im Hinblick auf Verträglichkeit und Preis.

Die wichtigsten Weißgold-Metalle im Überblick

Metall Wirkung Typischer Anteil Besonderheit
Palladium stark weißend 5–15 % hypoallergen, wertvoll
Platin weißend bis 10 % sehr hart, teuer
Nickel stark weißend 8–20 % günstig, aber allergieauslösend
Silber aufhellend 10–25 % leicht gelblicher Restton

Palladium gilt heute als bevorzugter Weißmacher für hochwertige Schmucklegierungen. Es ist ein Platingruppenmetall, hypoallergen und verleiht 750er-Weißgold (18 Karat) eine natürliche Weiße, ohne dass eine Rhodinierung zwingend erforderlich wäre. Pd-Weißgold enthält typischerweise 5–15 % Palladium neben weiteren Legierungsmetallen wie Silber oder Kupfer.

Platin als Weißmacher erzeugt ebenfalls eine sehr helle, allergenfreie Legierung, ist aber wegen seines hohen Preises seltener anzutreffen. Häufiger wird Platin als eigenständiges Schmuckmetall in Reinlegierungen (950 Pt) eingesetzt.

Nickel war bis in die 1990er-Jahre der verbreitetste Weißmacher. Seit der EU-Nickelrichtlinie (Richtlinie 94/27/EG, fortgeschrieben in REACH) sind Nickelgehalte in Schmuck streng limitiert, weil Nickel häufig Kontaktallergien auslöst. Älteres Weißgold enthält deshalb oft noch Nickel – erkennbar am stärkeren Gelbstich nach dem Abrieb der Rhodinierung.

Rhodinierung als Oberflächenschutz

Die meisten Weißgold-Schmuckstücke erhalten abschließend eine Rhodinierung – eine galvanisch aufgetragene Schicht aus Rhodium (0,1–0,5 µm). Rhodium ist ein Platingruppenmetall, äußerst hart und korrosionsbeständig, und verstärkt die weiße Optik erheblich. Nach Jahren des Tragens reibt sich die Schicht ab und legt den leichten Gelbton der Basislegierung frei; eine Auffrischung beim Juwelier ist dann üblich.

Preis und Marktbedeutung

Der Palladiumpreis und der Platinpreis beeinflussen direkt den Einstandspreis von Weißgold-Legierungen. Steigende Palladiumpreise – wie zwischen 2016 und 2022 – können Hersteller dazu veranlassen, auf Nickel oder höhere Silberanteile auszuweichen. Der Schmelzwert eines Weißgoldstücks ergibt sich daher nicht allein aus dem Goldanteil, sondern aus der gesamten Legierungszusammensetzung.

Hinweis: Aussagen zur steuerlichen Behandlung oder zu Renditeperspektiven von Weißgold-Legierungen stellen keine Steuer- oder Anlageberatung dar.

Kurz gemerkt

Weißgold entsteht durch die gezielte Zugabe von Palladium, Platin oder Nickel zu Feingold; die Wahl des Weißmachers bestimmt Farbe, Verträglichkeit und Preis der Legierung. Eine abschließende Rhodinierung sorgt für den markanten Hochglanz und schützt die Oberfläche.

Zurück zum Lexikon Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2026

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