Iridiumrechner – Aktuellen Iridiumwert berechnen
Iridiumwert
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Ratgeber: Iridiumwert berechnen
Das dichteste Metall auf dieser Seite
Iridium hat eine Dichte von 22,56 Gramm je Kubikzentimeter. Gold liegt bei 19,32, Platin bei 21,45, Silber bei 10,49 — ein Stück Iridium wiegt also bei gleichem Volumen rund ein Sechstel mehr als Gold und mehr als das Doppelte von Silber. Nur Osmium ist noch dichter.
Für die Rechnung heißt das: Eine kleine Probe bringt mehr Gewicht auf die Waage, als man ihr ansieht. Wer vom Volumen auf das Gewicht schließen will, braucht die Dichte — und wer umgekehrt ein Stück prüfen will, kann sie als Echtheitsmerkmal nutzen, denn ein zu leichtes Stück besteht aus etwas anderem.
Die hohe Dichte ist kein Zufall, sondern verwandt mit den übrigen Eigenschaften: Iridium ist außerordentlich hart, schmilzt erst bei über 2.400 Grad Celsius und widersteht Säuren, die andere Metalle angreifen. Genau diese Kombination macht es industriell wertvoll — und schwer zu verarbeiten.
Zündkerzen, Tiegel, Elektroden
Die wahrscheinlichste Begegnung mit Iridium im Alltag ist eine Zündkerze. Iridium-Zündkerzen haben eine Elektrodenspitze aus dem Metall, weil sie damit sehr dünn ausfallen kann, ohne abzubrennen: Eine feine Spitze braucht weniger Zündspannung, und Iridium hält der Belastung stand. Die Menge je Kerze ist winzig — ein Bruchteil eines Gramms.
Technisch wichtiger sind Tiegel. Für das Ziehen von Kristallen, etwa von Saphir für LED-Substrate, braucht man ein Gefäß, das bei weit über 2.000 Grad formstabil bleibt und die Schmelze nicht verunreinigt. Iridiumtiegel leisten das, und sie sind der größte einzelne Verwendungszweck.
Dazu kommen Anwendungen, in denen es auf Beständigkeit ankommt: Elektroden für die Chlor-Alkali-Elektrolyse, Kontakte, Zündkerzen in Flugzeugturbinen, Behälter für radioaktive Wärmequellen in Raumsonden. Was all das verbindet, ist nicht der Glanz, sondern die Haltbarkeit.
Ein sehr kleiner Markt
Iridium fällt als Beiprodukt des Platinbergbaus an, überwiegend in Südafrika. Die Jahresproduktion ist winzig im Vergleich zu Gold oder Silber, und sie lässt sich nicht gezielt steigern — mehr Iridium gibt es nur, wenn mehr Platin gefördert wird.
Ein Markt dieser Größe reagiert heftig. Wenige Abschlüsse genügen, um die Notierung zu verschieben, und weil Iridium an keiner Börse gehandelt wird, gibt es keinen fortlaufenden Kurs, der das abfedert: Der Preis ist eine Händlernotierung, einmal am Arbeitstag gestellt. Auf lange unveränderte Phasen folgen deshalb einzelne Tage mit kräftigen Sprüngen.
Der Wert, den dieser Rechner ausgibt, ist der Materialwert zu dieser Notierung. Was ein Ankäufer zahlt, liegt darunter, und bei einem so engen Markt ist die Spanne breiter als bei den gängigen Edelmetallen.