Aktueller Bleipreis und Bleikurs mit Charts & Rechnern
Kaum ein Industriemetall hängt so stark an einer einzigen Anwendung wie Blei: Der weit überwiegende Teil der Weltproduktion geht in Bleiakkumulatoren — Starterbatterien in Fahrzeugen und die Notstromversorgung von Rechenzentren, Krankenhäusern und Mobilfunkmasten. Aus allen Anwendungen, in denen Menschen mit dem Metall in Berührung kommen, ist es dagegen verdrängt worden: aus Benzin, Farben, Wasserleitungen und Lötzinn. Übrig blieb, was sich kapseln lässt. Dafür ist Blei das am besten recycelte Metall überhaupt, weil Altbatterien einen klaren Materialwert haben und nicht in den Hausmüll dürfen. Hier finden Sie den aktuellen Bleipreis je Tonne in Euro und US-Dollar sowie den Kursverlauf. Im Ratgeber weiter unten geht es um diese Abhängigkeit von einer einzigen Anwendung, um den Kreislauf aus Alt- statt Neumaterial und um die Frage, was mit der Nachfrage passiert, wenn die Verbrennerflotte schrumpft.
Hier sehen Sie den aktuellen Bleipreis pro Tonne in Ihrer gewählten Währung, inklusive Tagesveränderung in Prozent und absolut.
Darunter finden Sie den aktuellen Wechselkurs sowie den Preis in der zweiten Währung. Ganz unten stehen die Preise pro Gramm, Feinunze und Kilogramm.
Tipp: Ist der Markt geöffnet, aktualisiert sich der Preis automatisch jede Minute.
Details beim Bleipreis →
Quelle: Spot
Der Chart zeigt die Preisentwicklung des Bleipreises im gewählten Zeitraum. Bewegen Sie die Maus über den Chart, um den genauen Preis an einem bestimmten Tag zu sehen.
Bedienung: Wählen Sie oben den Zeitraum (Heute bis Max). Mit der Maus können Sie in einen Bereich hineinzoomen. Die Statistik-Karten darunter zeigen Hoch, Tief und Veränderung im gewählten Zeitraum.
Tipp: Im Zeitraum "Heute" sehen Sie die Intraday-Daten mit minütlicher Auflösung.
(29.10.26)
(28.10.26)
(29.10.26)
(29.10.26)
Schlagen Sie den Bleipreis für ein beliebiges Datum in der Vergangenheit nach. Sie sehen Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurs sowie den Preis pro Gramm und Kilogramm.
Bedienung: Wählen Sie ein Datum. Falls an Ihrem gewählten Tag kein Handel stattfand, wird der nächstliegende Kurs angezeigt.
| 28.10.2026 | EUR | USD |
|---|---|---|
| Eröffnung | 1.726,50 € | 1.922,61 $ |
| Hoch | 1.736,14 € | 1.932,26 $ |
| Tief | 1.694,34 € | 1.890,46 $ |
| Schluss | 1.697,56 € | 1.893,68 $ |
Quelle: Spot
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Hier sehen Sie den aktuellen Bleipreis umgerechnet auf verschiedene Gewichtseinheiten: Gramm, Feinunze (31,1 g) und Kilogramm.
In der zweiten Zeile steht jeweils der Preis in der anderen Währung zum Vergleich.
Tipp: Eine Feinunze (troy ounce) ist die internationale Handelseinheit für Edelmetalle und entspricht 31,1035 Gramm.
1 Feinunze (troy ounce) = 31,1035 Gramm
Der Kalender zeigt die tägliche Preisveränderung des Bleipreises als Heatmap. Jedes Kästchen steht für einen Handelstag (Montag bis Freitag).
Grüne Kästchen = Preisanstieg, rote Kästchen = Preisrückgang. Je intensiver die Farbe, desto stärker die Bewegung.
Bedienung: Fahren Sie mit der Maus über ein Kästchen, um den genauen Preis und die Veränderung an diesem Tag zu sehen.
Die Performance-Tabelle zeigt, wie sich der Bleipreis über verschiedene Zeiträume entwickelt hat: von heute bis 5 Jahre.
Sie sehen die absolute Veränderung in beiden Währungen sowie die prozentuale Veränderung. Grüne Werte bedeuten Gewinn, rote Werte Verlust.
Tipp: Vergleichen Sie die EUR- und USD-Performance, um den Einfluss des Wechselkurses zu erkennen.
| Zeitraum | EUR | % EUR | USD | % USD |
|---|---|---|---|---|
| Heute | +0,00 € | +0,60 % | +0,00 $ | +0,68 % |
| 7 Tage | +0,00 € | +0,77 % | +0,00 $ | +0,85 % |
| 30 Tage | +0,00 € | +0,77 % | +0,00 $ | +0,85 % |
| seit 01.01. | 0,00 € | -2,86 % | 0,00 $ | -2,79 % |
| 1 Jahr | 0,00 € | -4,74 % | 0,00 $ | -4,66 % |
| 5 Jahre | 0,00 € | -8,56 % | -0,01 $ | -8,49 % |
Das Saisonalitäts-Diagramm zeigt die durchschnittliche monatliche Rendite des Bleipreises über die letzten 20 Jahre.
Grüne Balken zeigen Monate mit historisch positiver Rendite, rote Balken Monate mit negativer Rendite.
Tipp: Die Saisonalität zeigt nur historische Durchschnitte und ist keine Garantie für die Zukunft.
Hier finden Sie einen schnellen Überblick über die aktuellen Preise der anderen Edelmetalle. Die Prozentzahl zeigt die Tagesveränderung.
Tipp: Klicken Sie auf ein Metall, um direkt zur entsprechenden Detail-Seite zu gelangen.
Ratgeber: Bleipreis
Ein Metall, das fast nur noch einen Zweck hat
Kaum ein Industriemetall hängt so stark an einer einzigen Anwendung wie Blei: Der weit überwiegende Teil der Weltproduktion geht in Bleiakkumulatoren. Jede Starterbatterie in einem Verbrennerfahrzeug ist eine, dazu die Notstromversorgung von Rechenzentren, Krankenhäusern und Mobilfunkmasten.
Diese Konzentration macht den Bleimarkt vergleichsweise berechenbar. Er hängt an der Fahrzeugflotte und an der Zahl der Anlagen, die eine unterbrechungsfreie Stromversorgung brauchen — beides ändert sich langsam.
Sie macht ihn aber auch verwundbar. Setzt sich in der Notstromversorgung die Lithium-Technik durch, oder sinkt der Bestand an Verbrennern deutlich, bricht der größte Abnehmer weg. Anders als bei Kupfer oder Aluminium gibt es keine zweite Anwendung dieser Größenordnung, die das auffangen könnte.
Blei ist ein Industriemetall und wird an der London Metal Exchange in Tonnen gehandelt. Für Privatanleger ist der physische Kauf deshalb unüblich: Die Handelsmengen richten sich an die Industrie, es fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an, und beim Rückverkauf zahlt ein Verwerter nach Sortenreinheit statt zum Börsenkurs. Wer auf die Preisentwicklung setzen will, nutzt üblicherweise einen ETC — und trägt damit ein Emittentenrisiko, weil ein solches Papier eine Forderung ist und kein Barren.
Das am besten recycelte Metall
Bleiakkus werden fast vollständig gesammelt und wiederaufbereitet. Der Grund ist nicht Tugend, sondern Ökonomie und Regulierung: Eine Altbatterie hat einen klaren Materialwert, sie ist leicht identifizierbar, und sie darf nicht in den Hausmüll.
Daraus folgt eine Besonderheit des Marktes: Ein großer Teil des Bleis, das heute verkauft wird, stammt nicht aus dem Bergbau, sondern aus Recyclinghütten. Die Sekundärproduktion ist in vielen Ländern größer als die Primärproduktion.
Für den Preis heißt das: Bleimangel durch Minenausfälle schlägt schwächer durch als bei anderen Metallen, weil das Angebot zu erheblichen Teilen aus dem umlaufenden Bestand kommt. Umgekehrt kann ein Einbruch der Altbatteriesammlung — etwa in einer Rezession mit weniger Fahrzeugwechseln — das Angebot verknappen.
Giftig, und deshalb zurückgedrängt
Blei ist ein Nervengift, das sich im Körper anreichert. Deshalb ist es nacheinander aus fast allen Anwendungen verdrängt worden, in denen Menschen damit in Berührung kommen: aus Benzin, aus Anstrichfarben, aus Wasserleitungen, aus Lötzinn für Elektronik.
Das englische Wort „plumbing" für Installationsarbeit stammt vom lateinischen „plumbum" — Rom verlegte Wasserleitungen aus Blei. Ob das zum Niedergang beitrug, ist umstritten; dass es nach heutigen Maßstäben eine schlechte Idee war, nicht.
Übrig geblieben sind die Anwendungen, in denen Blei eingeschlossen bleibt: Akkus in geschlossenen Gehäusen, Strahlenschutz in Medizin und Technik, Ballast und Gegengewichte. Die Regulierung hat den Markt also nicht zerstört, sondern auf das reduziert, was sich kapseln lässt.
Weich, schwer, niedrigschmelzend
Mit 11,34 Gramm je Kubikzentimeter ist Blei eines der dichtesten gängigen Gebrauchsmetalle — gut viermal so schwer wie Aluminium. Genau das macht es als Strahlenschutz und als Ballast brauchbar: Viel Masse auf wenig Raum.
Es ist außerdem so weich, dass man es mit dem Fingernagel ritzen kann, und es schmilzt schon bei 327 Grad Celsius. Beides war über Jahrhunderte der Grund für seine Verbreitung: Blei ließ sich mit einfachsten Mitteln gießen und formen.
Für die Preisbildung spielt das keine Rolle — wohl aber für die Lagerung. Blei ist unempfindlich gegen Luft und Wasser, weil es sich mit einer schützenden Schicht überzieht. Altblei verliert über Jahre praktisch nichts an Substanz.