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Aktueller Rutheniumpreis und Rutheniumkurs mit Chart & Rechner

Stand: 21.10.2026 · Neue Notierung: 2× täglich ·
Händlernotierung

Ruthenium gehört zu den sechs Platingruppenmetallen und ist eines der seltensten Elemente der Erdkruste — die Weltjahresproduktion liegt bei schätzungsweise 35 Tonnen, gegenüber rund 3.000 Tonnen Gold. Bekannt ist es kaum, verbaut dafür fast überall: Etwa die Hälfte der Nachfrage geht in die Elektronik, in Chipwiderstände und die Beschichtung von Festplatten, ein weiterer Teil als Anodenbeschichtung in die Chloralkalielektrolyse, über die ein großer Teil des weltweiten Industriechlors entsteht. Wie Rhodium wird Ruthenium an keiner Börse gehandelt: Es gibt kein Fixing und keine Terminkontrakte, der Preis entsteht bilateral zwischen Produzenten und Abnehmern und wird von Analysehäusern als Richtpreis veröffentlicht. Hier finden Sie den aktuellen Rutheniumpreis in Euro und US-Dollar je Feinunze, Gramm und Kilogramm sowie den Chart mit dem Kursverlauf. Im Ratgeber weiter unten erfahren Sie, warum sich dieser Richtpreis nur alle zwölf Stunden und dann in runden Stufen bewegt, wofür Ruthenium gebraucht wird, welche Faktoren den Kurs bewegen und was beim Kauf samt Mehrwertsteuer und Handelsspanne zu bedenken ist.

Aktueller Rutheniumpreis
Aktueller Rutheniumpreis

Hier sehen Sie den aktuellen Rutheniumpreis pro Feinunze (31,1 g) in Ihrer gewählten Währung, inklusive Tagesveränderung in Prozent und absolut.

Darunter finden Sie den aktuellen Wechselkurs sowie den Preis in der zweiten Währung. Ganz unten stehen die Preise pro Gramm, Feinunze und Kilogramm.

Tipp: Ruthenium wird nicht börslich gehandelt. Der Preis ist eine Händlernotierung, die zweimal täglich neu gestellt wird — zwischen zwei Notierungen bleibt der Wert unverändert, auch wenn die Seite neu geladen wird.

Rutheniumpreis in EUR · Feinunze
–
– –
Wechselkurs EUR / USD
1,1169
+0,14 % +0,0016
Rutheniumpreis in USD · Feinunze
–
– –
Gramm
–
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Feinunze
–
–
Kilogramm
–
–

Quelle: Spot

Rutheniumpreis im Chart
Preis-Chart

Der Chart zeigt die Preisentwicklung des Rutheniumpreises im gewählten Zeitraum. Bewegen Sie die Maus über den Chart, um den genauen Preis an einem bestimmten Tag zu sehen.

Bedienung: Wählen Sie oben den Zeitraum (Heute bis Max). Mit der Maus können Sie in einen Bereich hineinzoomen. Die Statistik-Karten darunter zeigen Hoch, Tief und Veränderung im gewählten Zeitraum.

Tipp: Im Zeitraum "Heute" sehen Sie die Intraday-Daten mit minütlicher Auflösung.

EUR
Aktueller Kurs: 1.691,32 € +1,35%
Aktuell
(21.10.26)
1.691,32 €
Vormonat
(28.09.26)
1.517,03 €
Veränderung
+174,29 € +11,49%
Monatshoch
(21.10.26)
1.691,32 €
Monatstief
(29.09.26)
1.520,78 €
Allzeithoch
– €
Rutheniumpreis je Feinunze im Monatsverlauf: Aktuell 1.691,32 € (21.10.26), Hoch 1.691,32 € (21.10.26), Tief 1.520,78 € (29.09.26), Veränderung +11,49 %.
Historischer Rutheniumpreis
Historischer Preis

Schlagen Sie den Rutheniumpreis für ein beliebiges Datum in der Vergangenheit nach. Sie sehen Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurs sowie den Preis pro Gramm und Kilogramm.

Bedienung: Wählen Sie ein Datum. Falls an Ihrem gewählten Tag kein Handel stattfand, wird der nächstliegende Kurs angezeigt.

Kein Kurs für das gewählte Datum. Nächster verfügbarer Kurs vom 21.10.2026.
21.10.2026 EUR USD
Eröffnung – –
Hoch – –
Tief – –
Schluss 1.691,32 € 1.900,00 $
Gramm
54,38 €
61,09 $
Feinunze
1.691,32 €
1.900,00 $
Kilogramm
54.377,05 €
61.086,42 $

Quelle: Spot

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Rutheniumpreis — Grafik zum Teilen von edelmetall-preis.de
Aussehen
Zeitraum
Währung
Einheit
Preis nach Gewicht
Preis nach Gewicht

Hier sehen Sie den aktuellen Rutheniumpreis umgerechnet auf verschiedene Gewichtseinheiten: Gramm, Feinunze (31,1 g) und Kilogramm.

In der zweiten Zeile steht jeweils der Preis in der anderen Währung zum Vergleich.

Tipp: Eine Feinunze (troy ounce) ist die internationale Handelseinheit für Edelmetalle und entspricht 31,1035 Gramm.

1 Gramm
–
–
1 Feinunze (31,1g)
–
–
1 Kilogramm
–
–

1 Feinunze (troy ounce) = 31,1035 Gramm

Ruthenium-Legierungen
Ruthenium-Legierungen

Diese Tabelle zeigt den aktuellen Grammpreis für verschiedene Ruthenium-Legierungen. Der Feingehalt gibt an, wie viel reines Ruthenium in 1000 Teilen enthalten ist.

Beispiel: 750/1000 bedeutet 75 % reines Ruthenium (bei Gold entspricht das 18 Karat). Der Preis pro Gramm wird entsprechend dem Feingehalt berechnet.

Feingehalt Karat Preis / Gramm
999/1000 Feinruthenium –
999.5/1000 Feinruthenium –
Rutheniumrechner
Eigenes Gewicht eingeben und den Rutheniumwert zum aktuellen Kurs berechnen.
Ruthenium-Performance
Ruthenium-Performance

Die Performance-Tabelle zeigt, wie sich der Rutheniumpreis über verschiedene Zeiträume entwickelt hat: von heute bis 5 Jahre.

Sie sehen die absolute Veränderung in beiden Währungen sowie die prozentuale Veränderung. Grüne Werte bedeuten Gewinn, rote Werte Verlust.

Tipp: Vergleichen Sie die EUR- und USD-Performance, um den Einfluss des Wechselkurses zu erkennen.

Zeitraum EUR % EUR USD % USD
Heute -11,34 € -0,67 % +0,00 $ +0,00 %
7 Tage +0,00 € +0,00 % +0,00 $ +0,00 %
30 Tage +145,48 € +9,41 % +175,00 $ +10,14 %
seit 01.01. +617,75 € +57,54 % +702,00 $ +58,60 %
1 Jahr +877,63 € +107,86 % +992,00 $ +109,25 %
Die Reihe für Ruthenium beginnt am 01.01.2023. Längere Zeiträume stehen deshalb nicht in der Tabelle — eine Rendite über fünf Jahre lässt sich aus knapp drei Jahren nicht ausweisen.
Andere Metalle
Andere Metalle

Hier finden Sie einen schnellen Überblick über die aktuellen Preise der anderen Edelmetalle. Die Prozentzahl zeigt die Tagesveränderung.

Tipp: Klicken Sie auf ein Metall, um direkt zur entsprechenden Detail-Seite zu gelangen.

Was ist der Rutheniumpreis?

Der Rutheniumpreis gibt den Marktwert einer Feinunze (31,1035 Gramm) Ruthenium an. Ruthenium ist das chemische Element mit dem Symbol Ru und der Ordnungszahl 44 und gehört zur Gruppe der Platingruppenmetalle (PGM) — gemeinsam mit Platin, Palladium, Rhodium, Iridium und Osmium. Es ist silbrig-weiß, hart und spröde, besitzt mit 2.334 °C einen sehr hohen Schmelzpunkt und ist gegenüber Säuren so beständig, dass selbst Königswasser es nur langsam angreift. Notiert wird es in US-Dollar je Feinunze; der Eurokurs ergibt sich aus dem Dollarpreis und dem aktuellen EUR/USD-Wechselkurs.

Wie Rhodium, Iridium und Osmium unterscheidet sich Ruthenium in einem entscheidenden Punkt von Gold, Silber, Platin und Palladium: Es wird an keiner Börse gehandelt. Es gibt kein LBMA-Fixing wie bei Gold und Silber, keine LPPM-Notierung wie bei Platin und Palladium und keine Terminkontrakte an COMEX, LME oder SHFE. Der Handel läuft bilateral zwischen Produzenten, Raffinerien und Industrieabnehmern; Analysehäuser wie Johnson Matthey und Argus Media veröffentlichen daraus Richtpreise.

Wichtig zu wissen: Der Rutheniumpreis ist ein gerundeter Richtpreis, keine Tagesreihe. Unser Datenlieferant aktualisiert die Notierung nach eigener Auskunft alle zwölf Stunden, und über 30 Tage gemessen ändert sich der Wert nur an rund 21 Prozent der Tage — dann in Schritten von 25 US-Dollar. Ein unveränderter Wert bedeutet also nicht, dass der Markt stillstand, sondern dass keine neue Notierung gestellt wurde. Aus demselben Grund zeigen wir für Ruthenium bewusst keinen Fear-&-Greed-Index: Momentum und Schwankungsbreite würden auf dieser Reihe den Notierungsrhythmus messen und nicht die Marktlage.

Ein winziger Markt hinter alltäglicher Technik

Ruthenium zählt zu den seltensten Elementen der Erdkruste. Die weltweite Jahresproduktion liegt bei schätzungsweise 35 Tonnen — Gold wird jährlich etwa im Umfang von 3.000 Tonnen gefördert, also um rund zwei Größenordnungen mehr. Abgebaut wird Ruthenium dabei nicht um seiner selbst willen: Es fällt als Beiprodukt der Nickel- und Kupfergewinnung aus Platinerzen an, vorrangig im südafrikanischen Bushveld-Komplex und in Russland. Die Fördermenge lässt sich daher kaum an die Nachfrage anpassen, auch wenn der Preis stark steigt.

Bemerkenswert ist das Verhältnis von Bekanntheit und Verbreitung: Kaum jemand nennt das Metall, aber es steckt in nahezu jedem elektronischen Gerät. Rund die Hälfte der Nachfrage geht in Chipwiderstände und Festplattenbeschichtungen, ein weiterer Teil als Anodenbeschichtung in die Chloralkalielektrolyse, über die ein großer Teil des weltweiten Industriechlors entsteht. Für Anleger folgt daraus derselbe Schluss wie bei den anderen kleinen Platinmetallen: Der Preis hängt an Industriekonjunktur und Technologiewechseln, nicht an Zinsen, Inflation oder Zentralbankkäufen.

Preisbildung ohne Börse

Wer bei Gold oder Platin nach dem Preis fragt, bekommt eine Zahl, hinter der eine Auktion oder eine Börse steht — die LBMA stellt zweimal täglich einen Referenzpreis, die LPPM tut dasselbe für Platin und Palladium, und daneben laufen Terminkontrakte in New York, London und Shanghai. Für Ruthenium existiert nichts davon. Gehandelt wird bilateral: Produzent und Abnehmer verhandeln direkt, über Mengen und zu Konditionen, die nicht veröffentlicht werden. Es gibt also keinen Ort, an dem der Rutheniumpreis entsteht — nur außerbörsliche Geschäfte, aus denen Dritte einen ableiten.

Was als „Rutheniumpreis" erscheint, ist daher eine Einschätzung aus zweiter Hand: Analysehäuser und Großhändler — darunter Johnson Matthey und Argus Media — beobachten dieses Geschäft und veröffentlichen daraus Richtpreise. Der Markt gilt als eng und intransparent, und das ist keine Wertung, sondern eine Beschreibung seiner Größe: rund 35 Tonnen Jahresproduktion, verteilt auf wenige Produzenten und wenige industrielle Großabnehmer.

Der wichtigste Punkt: Unser Datenlieferant hat auf Nachfrage bestätigt, dass die Notierungen für Ruthenium alle zwölf Stunden aktualisiert werden. Über 30 Tage gemessen änderte sich der Wert an 21 Prozent der Tage, und zwar in Schritten von 25 US-Dollar. Zum Vergleich: Platin und Palladium verändern sich an praktisch jedem Handelstag, Rhodium an knapp 60 Prozent. Der Rutheniumpreis ist damit ein gerundeter Richtwert — belastbar für die Frage „was kostet Ruthenium ungefähr", nicht belastbar für Tagesveränderungen.

Was das praktisch bedeutet

  • ◆ Gleicher Wert heißt nicht ruhiger Markt. Steht an zwei Tagen derselbe Preis, wurde in der Regel keine neue Notierung gestellt. Ob sich im Hintergrund etwas bewegt hat, zeigt die Reihe nicht.
  • ◆ Keine Stimmungsindikatoren. Aus diesem Grund zeigen wir für Ruthenium keinen Fear-&-Greed-Index, keine Saisonalität und keinen Performance-Kalender. Diese Auswertungen würden rechnerisch funktionieren und inhaltlich den Notierungsrhythmus messen — ein Ergebnis, das aussieht wie eine Marktaussage, aber keine ist.
  • ◆ Breite Spannen zwischen An- und Verkauf. Während bei Gold zwischen Geld- und Briefkurs Bruchteile eines Prozents liegen, sind es bei Ruthenium regelmäßig mehrere Prozent. Diese Spanne trägt der Käufer.
  • ◆ Keine Absicherung über Futures. Industrieabnehmer können ihren Rutheniumbedarf nicht an der Börse hedgen. Sie sichern sich über langfristige Lieferverträge ab — oder tragen das Preisrisiko.
  • ◆ Unterschiedliche Preise je Quelle. Weil es keinen amtlichen Kurs gibt, können zwei Häuser am selben Tag verschieden notieren. Ein Vergleich lohnt sich hier mehr als bei jedem börsengehandelten Metall.

Diese Marktstruktur erklärt auch, warum Ruthenium in Kursvergleichen so selten auftaucht: Es gibt keine fortlaufende Zeitreihe, die sich neben Gold legen ließe. Wer das Metall beurteilen will, schaut auf Industrienachfrage und Fördermengen — nicht auf einen Chart im Minutentakt, den es für dieses Metall nicht gibt und nicht geben kann.

Rutheniumpreis-Entwicklung im Überblick

Die Preisentwicklung von Ruthenium folgt anderen Regeln als die der großen Edelmetalle — und sie lässt sich weniger gut in Zyklen erzählen. Der Grund liegt in der Marktstruktur: Es gibt keine Börse, keinen fortlaufenden Kurs und kein Fixing. Was als Rutheniumpreis veröffentlicht wird, ist ein Richtpreis, der das bilaterale Geschäft zwischen Produzenten, Raffinerien und Industrieabnehmern abbildet. Unser Datenlieferant stellt ihn alle zwölf Stunden neu, und tatsächlich ändert er sich nur an rund jedem fünften Tag.

Daraus folgt ein Verlauf, der im Chart nicht als Linie, sondern als Treppe erscheint: längere Plateaus, unterbrochen von Sprüngen in runden Stufen. Diese Stufen sind keine Datenlücken und kein Darstellungsfehler — sie sind die Form, in der dieser Markt Preise bildet. Wer Ruthenium mit Gold oder Platin vergleicht, vergleicht daher nicht nur zwei Metalle, sondern zwei grundverschiedene Arten der Preisfeststellung.

Was den Preis über längere Zeiträume bewegt

Technologiewechsel in der Elektronik

Rund die Hälfte der Nachfrage kommt aus Chipwiderständen und Festplattenbeschichtungen. Beides hängt an Produktgenerationen: Setzt sich eine Speichertechnologie durch, die ohne Ruthenium auskommt, entfällt Nachfrage dauerhaft — und umgekehrt kann eine neue Schichtarchitektur den Bedarf je Bauteil erhöhen. Diese Verschiebungen wirken über Jahre, nicht über Wochen.

Chlorproduktion und Elektrodenzyklen

Rutheniumoxid beschichtet die Anoden der Chloralkalielektrolyse. Diese Beschichtungen werden im Turnus erneuert, was einen Grundbedarf schafft, der weniger an der Konjunktur hängt als an der installierten Anlagenbasis — ein stabilisierender Faktor gegenüber der Elektroniknachfrage.

Angebot als Beiprodukt

Rund 35 Tonnen im Jahr, gewonnen als Beiprodukt der Nickel- und Platingewinnung in Südafrika und Russland. Die Menge folgt den Entscheidungen der Platin- und Nickelproduzenten, nicht dem Rutheniumpreis. Störungen an wenigen Standorten — Stromausfälle, Streiks, Wartungsstillstände — schlagen deshalb unmittelbar durch.

Marktenge selbst

In einem Markt dieser Größe fehlen Arbitrageure und Spekulanten, die Bewegungen dämpfen. Es gibt keine Terminkontrakte, über die sich Industrieabnehmer absichern könnten. Trifft knappes Angebot auf Bedarf, der kurzfristig nicht verzichten kann, setzt sich der Richtpreis in Stufen neu.

Für die Einordnung des aktuellen Niveaus ist der Chart auf dieser Seite die belastbarste Quelle: Er zeigt genau den Zeitraum, für den uns Tagesnotierungen vorliegen, und keine fortgeschriebenen oder geschätzten Werte darüber hinaus.

Historische Rutheniumpreise abfragen

Die historische Abfrage für Ruthenium greift auf Tagesnotierungen zurück. Weil für Ruthenium kein Börsenhandel und damit kein offizielles Fixing existiert, gibt es hier — anders als bei Gold mit dem LBMA-Preis — keinen amtlichen Referenzkurs, sondern den Richtpreis des jeweiligen Tages. Aus demselben Grund stehen keine Eröffnungs-, Höchst- und Tiefstkurse innerhalb eines Tages zur Verfügung: Ohne laufenden Handel entsteht kein Tagesverlauf, sondern nur ein Tageswert.

Bei Ruthenium kommt eine Besonderheit hinzu, die man beim Lesen historischer Werte kennen sollte. Die Notierung wird nur alle zwölf Stunden aktualisiert, und sie ändert sich an rund einem von fünf Tagen. Zwei aufeinanderfolgende Tage mit identischem Wert sind daher der Normalfall und kein Zeichen für einen stillstehenden Markt — sie bedeuten lediglich, dass keine neue Notierung gestellt wurde. Wer aus solchen Reihen Tagesveränderungen oder Volatilitäten berechnet, misst den Rhythmus der Preisstellung und nicht das Marktgeschehen.

Zur Reichweite der Daten: Unser Datenlieferant stellt für Ruthenium eine kürzere Historie bereit als für Gold, Silber, Platin und Palladium. Welcher Zeitraum tatsächlich abgedeckt ist, zeigt der Chart auf dieser Seite in der Ansicht „Max" — wir geben hier bewusst kein Anfangsdatum an, das wir nicht gegen den Anbieter verifiziert haben. Für die Zeit davor bietet die historische Abfrage keine Rutheniumwerte an, und wir füllen sie auch nicht mit geschätzten Werten auf.

Rutheniumpreis nach Gewicht und Einheiten

Ruthenium wird wie die übrigen Edelmetalle in der Feinunze gerechnet — der Troy-Unze zu 31,1035 Gramm. Sie ist nicht mit der im Handel gebräuchlichen Unze (28,3495 g) zu verwechseln: Wer die beiden verwechselt, liegt um knapp 10 % falsch, und zwar bei einem Preis, der völlig plausibel aussieht.

Die gebräuchlichen Einheiten im Rutheniumhandel:

  • ◆ Feinunze (31,1035 g) — Die Notierungseinheit. Alle Richtpreise beziehen sich auf sie.
  • ◆ Gramm — Was in der Galvanik und bei kleinen Mengen zählt. Wer von der Unze herunterrechnen will, teilt durch 31,1035.
  • ◆ Kilogramm — Die Größenordnung, in der Elektronikfertiger und Raffinerien rechnen. In ein Kilogramm gehen 32,1507 Feinunzen.
  • ◆ Atomlagen und Mikrogramm — Die Bezugsgröße der Elektronik. In Chipwiderständen und Festplattenbeschichtungen geht es um Schichten von wenigen Atomlagen; der Materialeinsatz je Bauteil ist winzig, die Summe über die Weltproduktion aber marktbestimmend.

Handelsformen und Reinheit

Ruthenium wird überwiegend als Schwamm und als Pulver gehandelt, daneben als Barren, typischerweise mit einer Reinheit von 999 oder höher. Anlagemünzen gibt es nicht — keine staatliche Prägeanstalt gibt Ruthenium als Kurs- oder Anlagemünze heraus. Das unterscheidet es von Gold und Silber und schließt auch den Weg über die Differenzbesteuerung aus, der bei gebrauchten Silbermünzen die Steuerlast senkt.

In der Weiterverarbeitung zirkuliert Ruthenium meist nicht als Metall, sondern als Verbindung: Rutheniumchlorid und Rutheniumoxid sind die Formen, in denen es in galvanische Bäder und auf Elektrodenbeschichtungen gelangt. Eine zweite Besonderheit betrifft die Legierungen: Anders als Gold wird Ruthenium nicht zu Schmuck verarbeitet, sondern dient umgekehrt als Härtezusatz in Platinlegierungen — schon 0,1 Prozent erhöhen die Härte von Platin und Titan deutlich. Wer rutheniumhaltiges Platin verkauft, verkauft daher Platin; der Rutheniumanteil ist technisch wesentlich, für den Materialwert aber nebensächlich.

Wofür Ruthenium verwendet wird

Ruthenium ist ein Metall, das kaum jemand nennen kann und fast jeder bei sich trägt. Anders als Rhodium, das zu 85 Prozent in einer einzigen Anwendung steckt, verteilt sich die Rutheniumnachfrage auf mehrere industrielle Felder — mit einem klaren Schwerpunkt in der Elektronik.

Elektronikindustrie
ca. 50 %

Der größte Posten. Ruthenium steckt in Chipwiderständen und in der Beschichtung von Festplattenplatten, wo es als Zwischenschicht zwei magnetische Lagen gegenläufig koppelt und das gespeicherte Bit gegen thermischen Zerfall stabilisiert. Die Schichten sind dabei nur wenige Atomlagen dick — der Materialeinsatz je Gerät ist winzig, die Stückzahlen machen die Summe.

Elektrochemie und Chlorproduktion
ca. 15 %

Rutheniumoxid beschichtet die Anoden in der Chloralkalielektrolyse — dem Verfahren, über das ein großer Teil des weltweiten Industriechlors und der Natronlauge entsteht. Diese Beschichtungen werden im Turnus erneuert, was einen Grundbedarf schafft, der an der installierten Anlagenbasis hängt und nicht an der Tageskonjunktur.

Legierungen als Härtezusatz
ca. 15 %

Hier läuft es umgekehrt als bei Gold: Ruthenium wird nicht veredelt, sondern veredelt andere. Schon 0,1 Prozent erhöhen die Härte von Platin und Titan deutlich. In Platinschmuck sorgt das für Verschleißfestigkeit, in der Technik für belastbare Kontakte und Werkzeuge. Für den Materialwert eines solchen Stücks bleibt allerdings der Platinanteil maßgeblich.

Chemische Katalyse
ca. 10 %

Ruthenium dient als Aktivkomponente in der Ammoniaksynthese und in der Fischer-Tropsch-Reaktion, mit der aus Synthesegas flüssige Kohlenwasserstoffe entstehen. Anders als im Autokatalysator wird das Metall dabei nicht verbraucht, sondern im Reaktor gebunden und am Ende der Laufzeit zurückgewonnen.

Woher das Metall kommt

Ruthenium wird nicht eigenständig abgebaut. Es fällt als Beiprodukt bei der Gewinnung von Nickel und Kupfer aus Platinerzen an — und zwar aus den Reststoffen der Raffination, also am Ende einer mehrstufigen Trennung. Der überwiegende Teil stammt aus Südafrika, insbesondere aus dem Bushveld-Komplex, sowie aus Russland. Die weltweite Jahresproduktion liegt bei schätzungsweise 35 Tonnen.

Daraus folgt dieselbe Eigenschaft wie bei Rhodium und Iridium: Das Angebot ist preisunelastisch. Steigt der Rutheniumpreis, lohnt es sich nicht, eine Platin- oder Nickelmine auf Ruthenium umzustellen — die Anteile im Erz sind geologisch vorgegeben. Die Fördermenge folgt den Entscheidungen der Platin- und Nickelproduzenten, nicht dem Rutheniumpreis. Störungen an wenigen Standorten wirken deshalb unmittelbar, und die zweite Quelle wird umso wichtiger: das Recycling aus Elektronikschrott und verbrauchten Elektroden, das allerdings aufwendig ist, weil Ruthenium dort in sehr geringer Konzentration und in Mischungen vorliegt.

In Ruthenium investieren

Ruthenium ist für Privatanleger praktisch nicht zugänglich — und das ist keine Frage der Risikobereitschaft, sondern der Marktstruktur. Es gibt keine Anlagemünzen, keine etablierten börsengehandelten Produkte und keinen Börsenhandel, über den sich ein Kurs stellen ließe. Wer sich dennoch mit dem Metall befassen will, sollte die vorhandenen Wege und ihre Grenzen kennen.

Physische Barren und Pulver

Spezialisierte Anbieter führen Ruthenium als Barren, Schwamm oder Pulver mit einer Reinheit von 999. Anlagemünzen existieren nicht.

Zu beachten: Aufschlag und Rückkaufabschlag sind deutlich höher als bei Gold, dazu kommen 19 % Umsatzsteuer. Beim Wiederverkauf ist der Käuferkreis klein — in der Praxis sind es dieselben spezialisierten Händler. Pulver und Schwamm sind zudem schlechter wiederverkäuflich als Barren, weil die Reinheit erst geprüft werden muss.

Zertifikate und ETC

Für Ruthenium gibt es, anders als für Platin und Palladium, kein verbreitetes börsengehandeltes Produkt. Einzelne Emissionen auf PGM-Körbe enthalten Ruthenium als Bestandteil.

Zu beachten: Bei Korbprodukten bestimmen Platin und Palladium den Verlauf, weil sie den größten Gewichtsanteil haben — eine gezielte Position in Ruthenium entsteht so nicht. Dazu kommt bei allen Zertifikaten das Emittentenrisiko.

Minenaktien

Weil Ruthenium ein Beiprodukt ist, gibt es keine reinen Rutheniumproduzenten. Wer über Aktien investiert, kauft Platin-, PGM- und Nickelproduzenten, bei denen Ruthenium einen kleinen Teil des Erlöses ausmacht.

Zu beachten: Der Rutheniumanteil am Umsatz ist so gering, dass der Aktienkurs dem Rutheniumpreis kaum folgt. Dazu kommen Unternehmensrisiken — Förderkosten, Streiks, Energieversorgung, Wechselkurse und politische Rahmenbedingungen.

Einordnung: Ruthenium ist kein Anlagemetall, sondern ein Industrierohstoff. Es taugt nicht als Baustein eines Edelmetalldepots — diese Rolle erfüllen Gold und Silber — und auch nicht als Absicherung gegen Inflation oder Krisen, denn dafür fehlen Zentralbanknachfrage, Anlageprodukte und Liquidität. Der eigentliche Nutzen dieser Seite liegt daher weniger in einer Kaufentscheidung als in der Einordnung: für Einkäufer, die rutheniumhaltiges Material bewerten, für Recycler, und für alle, die wissen wollen, wo dieses Metall im Vergleich zu den übrigen Platinmetallen steht.

Steuern auf Ruthenium in Deutschland

Anlagegold ist in der EU von der Umsatzsteuer befreit — Ruthenium ist es nicht. Wie bei Silber, Platin, Palladium und Rhodium fällt beim Kauf von physischem Ruthenium der volle Umsatzsteuersatz von 19 % an.

Umsatzsteuer
19 %
Auf physisches Ruthenium
Spekulationsfrist
1 Jahr
Gewinne danach steuerfrei
Anlagemünzen
keine
Differenzbesteuerung entfällt

Diese 19 % wiegen bei Ruthenium schwerer als bei Gold, weil sie zur ohnehin breiten Handelsspanne hinzukommen. Zusammen bedeutet das: Der Preis muss nach dem Kauf deutlich steigen, bevor ein Verkauf überhaupt in den Gewinn führt — und bei einem Richtpreis, der sich nur an jedem fünften Tag bewegt, kann das lange dauern. Bei Silber senkt die Differenzbesteuerung für gebrauchte Münzen die effektive Belastung; bei Ruthenium entfällt dieser Weg, weil es keine Anlagemünzen gibt.

Beim Verkauf kommt es auf die Haltedauer an. Physisches Ruthenium fällt unter § 23 EStG, also unter die privaten Veräußerungsgeschäfte: Verkauft man binnen eines Jahres nach dem Kauf, zählt der Gewinn zum zu versteuernden Einkommen — aber erst, wenn alle derartigen Geschäfte eines Kalenderjahres zusammen über der Freigrenze liegen. Wer länger als ein Jahr hält, verkauft steuerfrei. Für Zertifikate und ETC gilt diese Frist nicht; dort greift die Abgeltungsteuer unabhängig von der Haltedauer.

Hinweis: Hier steht der allgemeine Rahmen, keine steuerliche Beratung. Was in Ihrem Fall gilt, hängt von Ihren persönlichen Verhältnissen ab, und Gesetze ändern sich. Bei Ruthenium ist das besonders zu beachten, weil der Markt fast ausschließlich aus gewerblichen Teilnehmern besteht — für Unternehmen gelten andere Regeln als für Privatpersonen, etwa beim Vorsteuerabzug. Verbindlich Auskunft geben kann nur ein Steuerberater.

Häufig gestellte Fragen zum Rutheniumpreis

Wo wird der Rutheniumpreis festgestellt?
An keiner Börse. Für Ruthenium gibt es kein LBMA- oder LPPM-Fixing und keine Terminkontrakte. Der Handel läuft bilateral zwischen Produzenten, Raffinerien und Industrieabnehmern; Analysehäuser wie Johnson Matthey und Argus Media beobachten dieses Geschäft und veröffentlichen daraus Richtpreise. Weil es keinen amtlichen Kurs gibt, können zwei Quellen am selben Tag unterschiedlich notieren.
Warum steht oft tagelang derselbe Preis?
Weil keine neue Notierung gestellt wurde. Unser Datenlieferant aktualisiert den Rutheniumpreis nach eigener Auskunft alle zwölf Stunden, und über 30 Tage gemessen änderte sich der Wert nur an rund 21 Prozent der Tage — dann in Schritten von 25 US-Dollar. Ein gleichbleibender Wert bedeutet also nicht, dass der Markt stillstand, sondern dass kein neuer Richtpreis vorliegt. Zum Vergleich: Platin und Palladium verändern sich an praktisch jedem Handelstag.
Warum gibt es für Ruthenium keinen Fear-&-Greed-Index?
Weil er auf dieser Datenlage etwas anderes messen würde als sein Name sagt. Der Index baut auf Momentum und Schwankungsbreite auf, also auf täglichen Veränderungen. Bei einem Preis, der sich nur an jedem fünften Tag und dann in runden Stufen bewegt, würde er den Rhythmus der Preisstellung abbilden und als Marktstimmung ausgeben. Rechnerisch käme eine Zahl heraus — sie wäre nur nicht aussagekräftig. Aus demselben Grund zeigen wir keine Saisonalitäts-Analyse und keinen Performance-Kalender.
Wofür wird Ruthenium verwendet?
Etwa die Hälfte der Nachfrage kommt aus der Elektronikindustrie: Chipwiderstände und die Beschichtung von Festplattenplatten. Rund 15 Prozent gehen als Rutheniumoxid in die Anodenbeschichtung der Chloralkalielektrolyse, über die ein großer Teil des weltweiten Industriechlors entsteht. Weitere etwa 15 Prozent dienen als Härtezusatz in Legierungen mit Platin, Titan und Wolfram — schon 0,1 Prozent erhöhen die Härte deutlich. Der Rest verteilt sich auf die chemische Katalyse, etwa die Ammoniaksynthese und die Fischer-Tropsch-Reaktion.
Kann man Ruthenium als Münze kaufen?
Nein. Keine staatliche Prägeanstalt gibt Ruthenium als Kurs- oder Anlagemünze heraus, wie es bei Gold mit Krügerrand oder Maple Leaf der Fall ist. Im Handel finden sich Barren, Schwamm und Pulver von spezialisierten Anbietern, meist mit einer Reinheit von 999. Weil es keine Anlagemünzen gibt, entfällt auch die Differenzbesteuerung, die bei gebrauchten Silbermünzen die Steuerlast senkt.
Fällt beim Rutheniumkauf Mehrwertsteuer an?
Ja, 19 %. Die Umsatzsteuerbefreiung gilt in der EU nur für Anlagegold. Ruthenium wird wie Silber, Platin, Palladium und Rhodium voll besteuert. Da bei Ruthenium zusätzlich die Handelsspanne zwischen An- und Verkauf breit ist, muss der Preis nach dem Kauf deutlich steigen, bevor ein Verkauf in den Gewinn führt.
Ist Ruthenium seltener als Gold?
Deutlich. Die weltweite Jahresproduktion liegt bei schätzungsweise 35 Tonnen, bei Gold sind es rund 3.000 Tonnen — also etwa das Hundertfache. Trotzdem ist Ruthenium nicht entsprechend teurer: Der Preis entsteht nicht aus Seltenheit allein, sondern aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Für Ruthenium gibt es kaum Anlagenachfrage und keine Zentralbankkäufe, sondern nur industriellen Bedarf — und der ist, gemessen an Gold, klein.
Wie unterscheidet sich Ruthenium von Rhodium?
Beide sind Platingruppenmetalle ohne Börsenhandel, aber ihre Märkte funktionieren unterschiedlich. Rhodium hängt zu etwa 85 Prozent an einer einzigen Anwendung, dem Autoabgaskatalysator, und bekommt an knapp 60 Prozent der Tage eine neue Notierung — gut doppelt so oft wie Ruthenium, das sich auf Elektronik, Elektrochemie und Legierungen verteilt und nur an rund 21 Prozent der Tage neu gestellt wird. Gerundet werden beide: Die Notierungen bewegen sich in glatten Stufen, bei Rhodium zu drei Vierteln in Vielfachen von 25 Dollar. Rhodium ist zudem erheblich teurer. Für Ruthenium zeigen wir deshalb weniger Auswertungen als für Rhodium.

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