Kupferrechner – Materialwert von Kupfer berechnen
Kupferwert
13,15 €
1.000,00 g × 1 × 0,0132 €/g = 13,15 €
Das ist der Börsenwert des enthaltenen Kupfers, nicht der Ankaufspreis. Ein Schrotthändler zieht eine Spanne ab, deren Höhe von der Sortenreinheit abhängt.
Börsenwert des reinen Kupfers. Altkupfer wird je nach Sortenreinheit mit Abschlag angekauft.
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Ratgeber: Kupferwert berechnen
Kupfer wird in Tonnen gehandelt
Der Weltmarktpreis für Kupfer entsteht an Terminbörsen, allen voran der London Metal Exchange, und wird in US-Dollar je Tonne notiert. Für den Alltag ist das eine unhandliche Größe, deshalb rechnet dieser Rechner in Gramm, Kilogramm und Tonnen um.
Die Größenordnung unterscheidet sich fundamental von den Edelmetallen: Ein Kilogramm Kupfer kostet etwa so viel wie ein halbes Gramm Gold. Entsprechend lohnt sich eine Berechnung erst bei nennenswerten Mengen — bei einzelnen Münzen oder kleinen Bauteilen liegt der Materialwert im Centbereich.
Umgekehrt bedeutet das auch: Wer Kupfer sammelt, sammelt Volumen. Kupfer hat eine Dichte von 8,96 g/cm³ und ist damit deutlich leichter als Gold oder Platin; dieselbe Masse braucht also mehr Platz.
Warum der Ankaufspreis darunter liegt
Der Börsenpreis gilt für raffiniertes Kupfer in definierter Qualität und in Mengen, die an der Börse gehandelt werden. Altkupfer ist beides nicht: Es ist vermischt, beschichtet, lackiert oder mit anderen Metallen verbunden, und es kommt in kleinen Mengen.
Ein Ankäufer muss sortieren, prüfen, transportieren und einschmelzen lassen. Dafür zieht er eine Spanne ab, und wie groß sie ist, hängt von der Sortenreinheit ab — blanke Kupferdrähte bringen mehr als gemischter Kabelschrott, und Messing ist überhaupt kein Kupferpreis mehr, sondern ein eigener Werkstoff mit eigenem Kurs.
Konkrete Prozentsätze nennen wir hier bewusst nicht. Sie schwanken je nach Sorte, Region und Abnehmer, und eine Zahl, die wir nicht belegen können, wäre an dieser Stelle nicht hilfreich, sondern irreführend. Fragen Sie beim Ankäufer nach der Sortierung und dem Abschlag — beides sollte er beziffern können.
Kupfer als Konjunkturindikator
Kupfer steckt in Stromnetzen, Motoren, Gebäuden und Fahrzeugen. Wo gebaut und produziert wird, wird Kupfer verbraucht — deshalb nennen Finanzmärkte das Metall halb im Scherz „Dr. Copper" und lesen seinen Preis als Diagnose der Weltwirtschaft.
Das macht Kupfer zum Gegenstück von Gold. Steigt die Unsicherheit, fließt Geld ins Gold; läuft die Industrie, zieht Kupfer an. Wie weit die beiden gerade auseinanderliegen, zeigt das Gold/Kupfer-Ratio, das die Menge Kupfer angibt, die eine Feinunze Gold kostet.
Als Frühindikator taugt der Kupferpreis allerdings nur bedingt: Auch Streiks, Minenausfälle und Lagerbestände bewegen ihn, und die haben mit der Konjunktur nichts zu tun.