Rutheniumrechner – Aktuellen Rutheniumwert berechnen
Rutheniumwert
54,38 €
1,00 g × 1 × 54,3800 €/g = 54,38 €
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Ratgeber: Rutheniumwert berechnen
Ruthenium steckt in Technik, nicht in Schmuck
Der größte Teil des geförderten Rutheniums geht in die Elektronik. In Festplatten bildet es dünne Zwischenschichten, die das magnetische Verhalten der Speicherschicht einstellen; auf Leiterplatten sitzt es in Dickschichtwiderständen. Beides sind Mengen im Milligrammbereich je Bauteil, verteilt über Milliarden von Stück.
Der zweite große Abnehmer ist die Metallurgie. Ruthenium härtet Platin und Palladium, ohne sie zu verfärben — genau dafür stehen die fünf Prozent Zusatz in einer Pt950-Legierung. Ein Platinring enthält also mit einiger Wahrscheinlichkeit Ruthenium, aber als Teil des Platinwerts, nicht als eigener Posten.
Dazu kommt die Chemie: Ruthenium ist ein wichtiger Katalysator, unter anderem bei der Ammoniaksynthese. Was es nicht gibt, ist ein Schmuckmarkt. Darum führt unsere Legierungsliste für Ruthenium nur Feinmetall — 999 und 999,5 Tausendstel.
Ein Nebenprodukt, das niemand gezielt abbaut
Ruthenium wird nicht für sich gefördert. Es fällt beim Platin- und Nickelbergbau als Beiprodukt an, fast ausschließlich in Südafrika und Russland. Niemand eröffnet eine Rutheniummine; das Angebot folgt der Platinförderung.
Das hat eine Folge, die man im Kursverlauf sehen kann: Stromausfälle oder Streiks in Südafrika wirken unmittelbar, und zwar auf alle Platingruppenmetalle gleichzeitig. Wer die Kalender von Ruthenium, Rhodium und Iridium nebeneinanderlegt, findet dieselben Ausbruchstage.
Umgekehrt kann die Nachfrage steigen, ohne dass das Angebot folgt. Eine neue Platinmine braucht Jahre, und mehr Ruthenium gibt es nur, wenn mehr Platin gefördert wird. Bei einem so kleinen Markt genügt das für kräftige Preisbewegungen.
Händlernotierung statt Börsenkurs
Wie Rhodium und Iridium wird Ruthenium an keiner Börse gehandelt. Es gibt kein Fixing, keinen Terminmarkt und keinen fortlaufenden Kurs — der Preis ist die Notierung einzelner Händler, einmal am Arbeitstag gestellt.
Für den Rechner heißt das: Der ausgegebene Wert ist der Materialwert zu dieser Notierung. Was ein Ankäufer tatsächlich zahlt, liegt darunter, und die Spanne ist bei einem so kleinen Markt breiter als bei Gold oder Silber.
Für das Lesen der Kursreihe heißt es: Lange unveränderte Phasen sind normal und kein Zeichen eines stabilen Marktes, sondern einer unveränderten Notierung. Der Performance-Kalender zeigt solche Phasen als Serien grauer Felder.