Industriemetall
Auch: Basismetall, Basismetalle, unedles Metall, base metal, NE-Metall
Industriemetalle — auch Basismetalle genannt — werden verbraucht statt gehortet: Sie gehen in Bau, Fahrzeuge, Netze und Elektronik. An der London Metal Exchange werden sechs davon gehandelt: Kupfer, Aluminium, Zink, Nickel, Blei und Zinn.
Gefällt dir, was du siehst und liest?
Wir stecken viel Herzblut in edelmetall-preis.de — schnell, übersichtlich und kostenlos, ohne Bezahlschranken, ohne Werbeflut, nur verlässliche Fakten und Live-Kurse. Wenn es dir hilft, ist die schönste Art Danke zu sagen, es weiterzuempfehlen. Jedes Teilen hilft anderen, uns zu entdecken, und hält das Projekt am Leben. 💛
Gefällt dir, was du siehst und liest?
Wir stecken viel Herzblut in edelmetall-preis.de — schnell, übersichtlich und kostenlos, ohne Bezahlschranken, ohne Werbeflut, nur verlässliche Fakten und Live-Kurse. Wenn es dir hilft, ist die schönste Art Danke zu sagen, es weiterzuempfehlen. Jedes Teilen hilft anderen, uns zu entdecken, und hält das Projekt am Leben. 💛
Industriemetalle sind Metalle, die gebraucht werden, um etwas herzustellen — nicht, um Wert aufzubewahren. Sie stecken in Leitungen, Dächern, Motoren, Batterien und Schiffsschrauben. Der andere gebräuchliche Name ist Basismetalle, als Gegenstück zu den Edelmetallen.
Sechs von ihnen werden an der London Metal Exchange gehandelt, der weltweit größten Börse für dieses Segment: Kupfer, Aluminium, Zink, Nickel, Blei und Zinn. Notiert wird in US-Dollar je Tonne.
Der Unterschied zu Edelmetallen
Er liegt nicht in der Seltenheit und auch nicht im Preis, sondern darin, was mit dem Metall geschieht.
| Edelmetall | Industriemetall | |
|---|---|---|
| Verwendung | aufbewahrt, getragen, angelegt | verbaut, verbraucht |
| Preistreiber | Unsicherheit, Zinsen, Währung | Konjunktur, Bau, Industrie |
| Korrosion | beständig | oxidiert, braucht Schutz |
| Umsatzsteuer (DE) | Anlagegold befreit | immer 19 % |
| Lagerbarkeit für Private | gut | kaum praktikabel |
Das zeigt sich im Kursverlauf: Gold steigt oft, wenn es der Wirtschaft schlecht geht. Kupfer steigt, wenn es ihr gut geht. Deshalb gilt Kupfer an den Finanzmärkten als Konjunkturbarometer und trägt den Spitznamen „Dr. Copper".
⚠️ Die Grenze ist nicht überall scharf. Silber ist beides — Anlagemetall und Industrierohstoff, etwa in Photovoltaik und Elektronik. Und Platin wie Palladium sind Edelmetalle, deren Nachfrage fast vollständig aus der Industrie kommt. Wer ihre Kurse erklären will, kommt mit der Einteilung allein nicht weit; siehe dazu Halbedelmetall.
Warum Privatanleger sie selten physisch kaufen
Drei Gründe, und sie gelten zusammen:
- Die Menge. Gehandelt wird in Tonnen. Ein Kilogramm Nickel kostet einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag — für einen nennenswerten Betrag bräuchte es einen Lkw.
- Die Steuer. Es gibt keine Befreiung wie bei Anlagegold. Beim Kauf fallen 19 Prozent an, die beim Verkauf nicht zurückkommen.
- Der Rückverkauf. Abnehmer sind Schrotthändler und Verwerter, die nach Sortenreinheit zahlen — nicht zum Börsenkurs.
Üblich ist deshalb der Weg über einen ETC, der den Preis abbildet, ohne dass Metall den Besitzer wechselt. Dessen Kehrseite ist das Emittentenrisiko: Sie halten eine Forderung, keinen Barren.
Was die Preise bewegt
Angebot und Nachfrage wirken hier unmittelbarer als bei Gold, weil kaum jemand Vorräte hortet. Eine neue Mine braucht Jahre, und wer ein Metall für die Produktion benötigt, kann nicht darauf verzichten — treffen ein Förderausfall und anziehende Konjunktur zusammen, bewegt sich der Preis schnell.
Dazu kommen Lagerbestände: Die LME veröffentlicht täglich, wie viel Metall in ihren zugelassenen Lagern liegt. Fallende Bestände gelten als Zeichen für Knappheit, steigende für Überangebot.