Gebrauchsformen
Zahngold, Bruchgold, Bestecksilber, Schmuck oder Industriemetall: Edelmetalle im Alltag und ihre Bedeutung für Wert und Wiederverwertung.
Altgold bezeichnet gebrauchte oder beschädigte Goldgegenstände – Schmuck, Zahngold, Münzen und Industrierückstände – die eingeschmolzen und raffiniert werden, um den enthaltenen Feingoldanteil zurückzugewinnen.
Altsilber bezeichnet gebrauchtes Silber aus Schmuck, Besteck, Münzen oder Industrieerzeugnissen, das eingeschmolzen oder als Rohstoff weiterverarbeitet wird.
Bestecksilber bezeichnet massives Silberbesteck mit einem Feingehalt von mindestens 800 Promille (80 %), das vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert in bürgerlichen und adeligen Haushalten weit verbreitet war.
Zu hauchdünnen Blättern gehämmertes oder gewalztes Gold, das in Vergoldungen, Kunsthandwerk und der Lebensmittelverarbeitung Verwendung findet.
Bruchgold bezeichnet beschädigte, verformte oder unvollständige Goldgegenstände, die nicht mehr als Schmuck oder Gebrauchsgegenstand dienen und vorwiegend für den Einschmelzprozess bestimmt sind.
Industriegold bezeichnet Gold, das in technischen Anwendungen – insbesondere der Elektronikindustrie – eingesetzt wird und nicht der Geldanlage oder dem Schmuck dient.
Industriesilber bezeichnet Silber, das als Rohstoff in technischen und industriellen Anwendungen eingesetzt wird, im Gegensatz zu Anlage- oder Schmucksilber.
Medaillen sind geprägte oder gegossene Metallscheiben ohne gesetzlichen Zahlungsmittelstatus, die als Erinnerungs-, Auszeichnungs- oder Sammlerstücke aus Edelmetallen hergestellt werden.
Silber, das als leitfähige Paste in Solarzellen zur Stromableitung eingesetzt wird und heute den größten industriellen Einzelverbrauchsposten des Metalls darstellt.
Schmuckgold bezeichnet Goldlegierungen, die zur Herstellung von Schmuck verwendet werden und je nach Feingehalt in Karat oder Tausendsteln angegeben werden.
Massives Silberbesteck besteht vollständig aus einer Silberlegierung, während versilbertes Besteck nur eine dünne Silberschicht auf einem Unedelmetall-Kern trägt.
Silbermünzen als Umlaufgeld waren staatlich geprägte Zahlungsmittel aus Silberlegierungen, die über Jahrhunderte den alltäglichen Geldverkehr dominierten, bis steigende Silberpreise ihre Einziehung und Ersetzung durch Münzen aus unedlen Metallen erzwangen.
Armbanduhren und Taschenuhren, deren Gehäuse, Armband oder Zifferblatt ganz oder teilweise aus Gold, Silber, Platin oder Palladium gefertigt sind.
Zahngold ist die Goldlegierung aus Zahnersatz wie Kronen und Brücken – meist mit einem Feingehalt zwischen 750 und 900, oft mit wertvollen Beimengungen aus Platin und Palladium.
Zahngold bezeichnet edelmetallhaltige Dentallegierungen, die in der Zahnmedizin für Kronen, Brücken und Inlays verwendet werden und beim Recycling wertvolle Edelmetalle wie Gold, Platin und Palladium liefern.