Physik & Chemie
Dichte, Schmelzpunkt, Duktilität, Königswasser oder Mohshärte: Die physikalischen und chemischen Eigenschaften, die Edelmetalle so einzigartig und wertvoll machen.
Anlaufen (englisch: Tarnish) bezeichnet die oberflächliche Verfärbung von Metallen durch chemische Reaktion mit Schwefelverbindungen oder Sauerstoff aus der Umgebungsluft.
Die Ordnungszahl gibt die Protonenzahl eines Elements im Periodensystem an, das Atomgewicht (relative Atommasse) beschreibt die durchschnittliche Masse seiner Atome in atomaren Masseeinheiten.
Diamagnetismus beschreibt die schwache Abstoßung eines Materials durch ein äußeres Magnetfeld; Gold ist diamagnetisch und wird daher nicht von Magneten angezogen.
Die Dichte eines Stoffes gibt an, wie viel Masse pro Volumeneinheit enthalten ist, und ist für Edelmetalle ein zentrales Echtheitsmerkmal.
Duktilität bezeichnet die Eigenschaft eines Werkstoffs, sich unter Zugbelastung plastisch zu verformen, ohne zu brechen.
Als Edelmetalle gelten Metalle mit einem Standardelektrodenpotenzial, das deutlich positiver ist als das der Wasserstoffelektrode, wodurch sie unter Normalbedingungen nicht mit Wasser, Sauerstoff oder den meisten Säuren reagieren.
Die elektrische Leitfähigkeit beschreibt, wie gut ein Material den elektrischen Strom leitet, und ist bei Edelmetallen ein wichtiges Qualitätsmerkmal für industrielle Anwendungen.
Ein Autokatalysator ist ein Abgasreinigungssystem im Fahrzeug, das mithilfe von Platingruppenmetallen (Platin, Palladium, Rhodium) schädliche Verbrennungsrückstände in ungiftige Verbindungen umwandelt.
Korrosionsbeständigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Werkstoffs, chemischen Angriffen durch Feuchtigkeit, Sauerstoff, Säuren oder andere Umgebungseinflüsse dauerhaft zu widerstehen, ohne seine Oberfläche oder Struktur wesentlich zu verändern.
Königswasser ist ein stark oxidierendes Säuregemisch aus konzentrierter Salzsäure und Salpetersäure (3:1), das als einziges flüssiges Reagenz in der Lage ist, die Edelmetalle Gold und Platin aufzulösen.
Die Mohshärte ist eine dimensionslose Kennzahl auf einer Skala von 1 bis 10, die den Widerstand eines Minerals gegen Ritzen durch ein härteres Material beschreibt.
Das Reflexionsvermögen (Reflektivität) eines Metalls gibt an, welchen Anteil des auftreffenden Lichts seine Oberfläche zurückwirft, und ist verantwortlich für den charakteristischen metallischen Glanz von Gold, Silber & Co.
Die Schmelzenthalpie ist die Energiemenge, die ein Stoff aufnehmen muss, um beim Schmelzpunkt vom festen in den flüssigen Aggregatzustand überzugehen, ohne seine Temperatur zu ändern.
Der Schmelzpunkt ist die Temperatur, bei der ein Stoff unter Normaldruck vom festen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht, ohne dass sich die Temperatur während des Schmelzens ändert.
Das spezifische Gewicht (auch: relative Dichte) gibt an, wie viel schwerer ein Stoff im Vergleich zu Wasser (Dichte 1,0 g/cm³) ist, und ist eine der zuverlässigsten Kennzahlen zur Echtheitsprüfung von Edelmetallen.
Die Wärmeleitfähigkeit beschreibt, wie gut ein Material Wärmeenergie durch sich hindurch transportiert, und wird in Watt pro Meter und Kelvin (W/(m·K)) angegeben.