Preis & Markt
Spotpreis, Aufgeld, LBMA-Fixing, Spread oder Volatilität – wie Edelmetallpreise entstehen und gehandelt werden. Die zentralen Begriffe für alle, die den Markt verstehen wollen.
Der Ankaufspreis ist der Preis, den ein Händler oder eine Scheideanstalt für den Kauf von Edelmetallen vom Privatverkäufer zahlt – er liegt stets unterhalb des aktuellen Spotpreises.
Das Aufgeld (Agio) ist der Betrag, um den der Verkaufspreis einer Edelmetallmünze oder eines Barrens den aktuellen Metallwert (Spotpreis) übersteigt.
Backwardation bezeichnet eine Marktsituation, in der der Kassapreis (Spotpreis) eines Rohstoffs über dem Terminpreis liegt – ein Signal für akute physische Knappheit.
Der Basispreis ist der standardisierte Referenzpreis eines Edelmetalls, auf dem Aufgelder, Händlermargen und Optionskontrakte aufbauen.
Der Briefkurs (Ask) ist der Preis, zu dem ein Händler oder Market Maker ein Edelmetall verkauft – also der niedrigste Preis, zu dem Käufer am Markt sofort kaufen können.
Die COMEX (Commodity Exchange) ist die weltweit bedeutendste Terminbörse für Gold- und Silber-Futures und maßgeblicher Preisreferenzmarkt für physische Edelmetalle.
Contango bezeichnet eine Marktsituation, bei der der Terminpreis eines Rohstoffs über dem aktuellen Kassapreis liegt.
Euwax Gold II ist ein physisch hinterlegtes Gold-ETC der Boerse Stuttgart, das einen direkten Anspruch auf Auslieferung von echtem Gold verbrieft und nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei veraeuSSert werden kann.
Der Fear-and-Greed-Index ist ein zusammengesetzter Stimmungsindikator, der auf einer Skala von 0 (extreme Angst) bis 100 (extreme Gier) misst, wie stark Furcht oder Kaufeuphorie das aktuelle Marktverhalten antreiben.
Der Spotpreis ist der fortlaufend gehandelte Marktpreis für sofortige Lieferung, während das Fixing ein täglich nur einmal festgestellter Referenzpreis ist.
Der Geldkurs (Bid) ist der Preis, den ein Händler oder Market-Maker bereit ist, für ein Edelmetall zu zahlen – also der Ankaufspreis aus Sicht des Verkäufers.
Ein Gold-ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der den Goldpreis abbildet und Anlegern ermöglicht, ohne physischen Besitz von Gold an dessen Wertentwicklung teilzuhaben.
Die Gold-Silber-Ratio gibt an, wie viele Unzen Silber man für eine Unze Gold benötigt – ein beliebter Indikator zur relativen Bewertung der beiden Metalle.
Handelsstrategie, bei der Anleger Gold gegen Silber (oder umgekehrt) tauschen, wenn das Preisverhältnis beider Metalle historisch extreme Werte erreicht.
Der Kassakurs ist der aktuell gültige Marktpreis eines Edelmetalls für sofortige Lieferung und Zahlung, auch bekannt als Spot-Preis.
Der LBMA-Fixing ist ein zweimal täglich in London ermittelter Referenzpreis für Gold und Silber, der weltweit als verbindlicher Benchmark für Handelsgeschäfte, Minenverträge und Finanzprodukte genutzt wird.
Der London Fix ist ein täglich zweimal festgesetzter Referenzpreis für Gold, Silber, Platin und Palladium, der von der LBMA koordiniert wird und weltweit als Abrechnungsbasis für physische Edelmetallgeschäfte gilt.
Das Zusammenspiel von Angebot (Minenproduktion, Recycling, Zentralbankverkäufe) und Nachfrage (Schmuck, Industrie, Anlage) bestimmt maßgeblich den Edelmetallpreis.
Papiergold bezeichnet Gold-Finanzprodukte wie ETFs, ETCs, Futures oder Zertifikate, die einen Goldpreis abbilden, ohne dass der Inhaber direktes Eigentum am physischen Metall erwirbt – auch wenn einzelne Produkte (z. B. Xetra-Gold) einen Auslieferungsanspruch verbriefen.
Die Prämie (englisch: Premium) ist der Aufschlag auf den Spotpreis, den Käufer beim Erwerb physischer Edelmetallprodukte wie Münzen oder Barren zusätzlich zum reinen Metallwert zahlen.
Saisonalität am Goldmarkt bezeichnet wiederkehrende, kalendarisch bedingte Muster im Goldpreisverlauf, die sich aus zyklischen Nachfrageschwankungen in Schlüsselregionen ergeben.
Der steuerbedingte Aufschlag beim Silberkauf bezeichnet den Preisanteil, den Käufer über den reinen Metallwert hinaus entrichten, weil auf Anlagesilber – anders als auf Anlagegold – Umsatzsteuer erhoben wird.
Ein Silber-ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der die Preisentwicklung von Silber abbildet, ohne dass Anleger physisches Metall selbst kaufen oder lagern müssen.
Der Spotmarkt ist der Markt für sofortige Lieferung von Edelmetallen zum aktuell gültigen Kassakurs.
Der Spotpreis ist der aktuelle Marktpreis für die sofortige Lieferung einer Feinunze Edelmetall – die Grundlage fast aller Kauf- und Verkaufspreise.
Der Spread ist die Differenz zwischen dem Ankaufspreis (Bid) und dem Verkaufspreis (Ask) eines Edelmetalls und stellt die implizite Handelsmarge des Händlers dar.
Ein Future ist ein standardisierter Terminkontrakt, der Käufer und Verkäufer verpflichtet, eine festgelegte Menge eines Edelmetalls zu einem heute vereinbarten Preis an einem zukünftigen Datum zu liefern oder abzunehmen.
Der Händlerpreis ist der Preis, zu dem ein Edelmetallhändler ein Produkt an den Käufer verkauft – er liegt stets über dem Spotpreis und enthält Präge- oder Schmelzkosten, Händlermarge und gegebenenfalls Mehrwertsteuer.
Volatilität misst die Schwankungsintensität eines Preises über einen definierten Zeitraum und gilt als zentrales Maß für das Marktrisiko eines Vermögenswerts.
Xetra-Gold ist ein börsengehandelter Schuldverschreibungsschein (ETC) der Deutsche Börse Commodities GmbH, der physisch mit Gold hinterlegt ist und Anlegern einen verbrieften Anspruch auf Auslieferung von echtem Gold gewährt.