Angebot & Förderung
Von der Mine über die Scheideanstalt bis zum Recycling: Wie Edelmetall gefördert, aufbereitet und wiedergewonnen wird – und was Angebot und Förderkosten bestimmt.
Affinage bezeichnet die industrielle Reinigung und Aufbereitung von Rohedelmetallen auf handels- oder anlagefähige Feingehalte.
Die All-in Sustaining Costs (AISC) sind eine standardisierte Kennzahl der Goldminenindustrie, die sämtliche Kosten abbildet, die nötig sind, um die aktuelle Förderkapazität einer Mine dauerhaft aufrechtzuerhalten.
Historisches Goldgewinnungsverfahren, bei dem flüssiges Quecksilber Gold und Silber aus Erz löst und als Amalgam bindet, das anschließend durch Erhitzen getrennt wird.
Beiproduktförderung bezeichnet die Gewinnung eines Edelmetalls als Nebenprodukt beim Abbau eines anderen, primär angestrebten Rohstoffs.
Hydrometallurgisches Verfahren zur Goldgewinnung, bei dem zermahlenes Erz mit einer verdünnten Natriumcyanidlösung behandelt wird, um Gold selektiv in Lösung zu bringen.
Doré-Barren sind vorraffinierte Rohbarren aus Gold und Silber, die direkt in Minen oder Hüttenwerken gegossen und anschließend in einer Scheideanstalt zur Feinmetall-Qualität weiterverarbeitet werden.
Der Erzgehalt gibt an, wie viel Gramm eines Edelmetalls (z. B. Gold oder Silber) pro Tonne Roherz enthalten sind, und ist die wichtigste Kenngröße zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Mine.
Konfliktgold bezeichnet Gold, das in Kriegs- oder Krisengebieten abgebaut und dessen Erlös zur Finanzierung bewaffneter Gruppen oder Menschenrechtsverletzungen verwendet wird.
Die Minenproduktion beschreibt die Gesamtmenge an Edelmetall, die durch den Bergbau aus dem Erz gewonnen wird, wobei der Erzgehalt (Grade) und der wirtschaftliche Mindestgehalt (Cut-off) bestimmen, welches Material überhaupt abgebaut wird.
Fairtrade-Gold ist zertifiziertes Gold aus handwerklichem und kleinindustriellem Bergbau, das sozialen Mindeststandards, Umweltauflagen und einer verbindlichen Fairtrade-Prämie auf den Marktpreis genügt.
Primärförderung bezeichnet die Gewinnung von Edelmetallen direkt aus dem Erdreich durch Bergbau, im Gegensatz zur Sekundärgewinnung aus Recyclingmaterial.
Recycling von Edelmetallen bezeichnet die Rückgewinnung von Gold, Silber und Platingruppenmetallen aus Altmaterial wie Schmuck, Elektronikschrott und Industrierückständen durch chemische oder thermische Aufbereitungsverfahren.
Eine Scheideanstalt trennt (scheidet) Edelmetalle aus Altgold, Industrieschrott und Erzen und bereitet sie zu hochreinem Feinmetall auf.
Urban Mining bezeichnet die gezielte Rückgewinnung von Edelmetallen und anderen Wertstoffen aus Elektroschrott, Altgeräten und industriellen Abfallströmen als Ergänzung zur primären Bergbauförderung.
Zwei grundlegende Abbauverfahren im Bergbau, bei denen Erze entweder im offenen Tagebau (oberflächennah) oder im Untertagebau (in tiefen Stollen und Schächten) gewonnen werden.